Oma, erzähl mal: Was das Buch kann, über 70 Fragen an Oma und Opa und wie du ihre Stimme aufnimmst
„Oma, erzähl mal!“ ist ein Erinnerungsalbum von Elma van Vliet, in das Großmütter auf vorgegebene Fragen ihre Lebensgeschichte eintragen; für Großväter gibt es „Opa, erzähl mal!“. Hier liest du, für wen das Buch passt, findest über 70 eigene Fragen nach Lebensphasen, mit denen du auch ohne Buch fragen kannst, und erfährst, wie du die Antworten als Ton aufnimmst, damit auch die Stimme bleibt.
Was das Buch „Oma, erzähl mal!“ ist
„Oma, erzähl mal!“ ist ein Eintragbuch, kein Lesebuch. Die Autorin Elma van Vliet stellt darin Fragen, die Großmutter schreibt ihre Antworten hinein, und am Ende bekommt die Familie das Buch zurück. Laut Verlag führen die Fragen von der frühen Kindheit über Jugend und Erwachsenwerden bis zum Mutterwerden, zu Familientraditionen und zu Wünschen für die Enkel [1].
Entstanden ist die Reihe aus einem persönlichen Anlass. Als Elma van Vliet vor mehr als 20 Jahren erfuhr, dass ihre Mutter unheilbar krank war, merkte sie, wie wenig sie über deren Leben wusste. Daraus wurde zuerst „Mama, erzähl mal!“, später kamen Bücher mit Fragen an Oma, Opa und Papa dazu [1]. „Opa, erzähl mal!“ ist das Gegenstück für den Großvater, mit Fragen zum Vaterwerden statt zum Mutterwerden [2].
Auf der Verlagsseite wird das Buch als Designausgabe mit Erscheinungsdatum 30. September 2024 geführt. Es erscheint bei den Geschenkverlagen, die zur Verlagsgruppe Droemer Knaur gehören [3], und kostet dort als Album 18 Euro (Stand: November 2026) [1].
Für wen das Buch passt
Das Buch passt zu Großeltern, die gern schreiben, Zeit haben und lieber nachdenken, bevor sie antworten. Es funktioniert auch über Entfernung: Oma füllt es zu Hause aus, wann sie mag, und schickt es zurück. Und es ist ein Geschenk, das sich gut einpacken lässt, zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zum Muttertag.
Weniger passt es, wenn das Schreiben mühsam ist, weil die Augen oder die Hände nicht mehr mitmachen. Oder wenn Oma eine Erzählerin ist und keine Schreiberin; manche Menschen sitzen vor einer leeren Seite und fühlen sich geprüft. Dann stell die Fragen lieber mündlich und nimm die Antworten auf. Beides lässt sich auch verbinden: das Buch für Daten und Namen, die Aufnahme für die Geschichten.
Wenn du das Buch verschenkst
Ein leeres Buch ist ein Geschenk mit Hausaufgabe. Markier drei Fragen, mit denen Oma anfangen kann, und biete an, sie an einem Nachmittag gemeinsam auszufüllen. Weitere Ideen, was Großeltern sich wünschen, stehen im Ratgeber Geschenk für Oma und Opa.
Wenn das Buch zurückkommt, fotografiere oder scanne jede Seite, denn es gibt nur dieses eine Exemplar. Soll daraus mehr werden, etwa eine Chronik mit Stammbaum, Fotos und Dokumenten, hilft der Ratgeber Familienchronik erstellen.
Warum du die Antworten auch als Ton aufnehmen solltest
Ein Buch hält fest, was Oma sagt. Eine Aufnahme hält fest, wie sie es sagt: den Dialekt, das kurze Lachen vor der Pointe, die Pause, bevor sie von ihrem Bruder erzählt. Wer in zwanzig Jahren liest „Wir hatten ja nichts“, erfährt eine Tatsache. Wer es hört, erfährt, wie Oma darüber dachte.
Großeltern und Enkel haben heute oft viele gemeinsame Jahre. Das Deutsche Zentrum für Altersfragen schätzt die gemeinsame Lebenszeit von Großmüttern und ihrem ältesten Enkelkind auf etwa 33 Jahre, bei Großvätern auf knapp 27 Jahre; mit später geborenen Enkeln ist sie kürzer [4]. Doch ein Kind, das heute drei ist, kann Opa die Fragen noch gar nicht stellen. Mit 18 könnte es, und dann hilft ihm die Aufnahme, die du jetzt machst.
So nimmst du das Gespräch auf
Vorher fragen und erklären, wofür
Heimlich aufnehmen ist keine Option. Wer das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen unbefugt auf einen Tonträger aufnimmt, macht sich nach § 201 des Strafgesetzbuchs strafbar [6]. Frag deshalb vorher und erklär Oma, wofür die Aufnahme ist und wer sie hören soll, zum Beispiel die Familie und die Enkel, wenn sie groß sind.
Sprich zu Beginn kurz aufs Band, wer spricht, wann und dass Oma einverstanden ist. Soll die Aufnahme später über die Familie hinaus gezeigt werden, frag eigens danach. Das Haus der Bayerischen Geschichte rät bei Zeitzeugeninterviews, genau über den Zweck zu informieren und eine schriftliche Einverständniserklärung einzuholen [5].
Das Handy reicht
Auf dem iPhone nimmst du mit der App Sprachmemos auf, die im Ordner „Dienstprogramme“ liegt. Den Aufnahmepegel regelst du laut Apple über den Abstand zwischen Mikrofon und Sprecherin, und mit der Einstellung „Stimmisolation“ filterst du Hintergrundgeräusche heraus [7]. Auf Android-Handys nimmst du die vorinstallierte Aufnahme-App oder eine Diktier-App aus dem Play Store. Leg das Handy nah an Oma, nicht an dich, und stell es stumm.
Ein ruhiger Raum und eine Testaufnahme
Das Merkblatt des Hauses der Bayerischen Geschichte nennt die Grundregeln: ein Raum ohne störenden Hall, Störgeräusche vorher abstellen, also Fenster schließen, Standuhr anhalten, Telefon aus, und eine Testaufnahme vor Ort [5]. Ein Wohnzimmer mit Teppich und Vorhängen klingt besser als eine Küche mit Fliesen. Hör die Testaufnahme an, bevor ihr anfangt, nicht erst danach.
Lieber kurze Etappen
Je nach Alter und Gesundheit ist es manchmal besser, mehrere kürzere Interviews zu führen als ein langes [5]. Eine Lebensphase pro Nachmittag ist ein gutes Maß, eine halbe Stunde Aufnahme oft genug. Hör auf, solange Oma noch Lust hat; dann freut sie sich auf das nächste Mal.
Wo die Aufnahmen liegen, bis das Enkelkind groß ist
Was du heute aufnimmst, soll in fünfzehn oder zwanzig Jahren noch auffindbar sein. Ein Ordner auf der Festplatte mit einem Zettel im Familienalbum ist dafür eine ehrliche Lösung, solange jemand die Kopien pflegt; wie du die Dateien beschriftest und sicherst, steht weiter unten. Die Familienkapsel, die wir gerade planen, soll einen Ordner „Stimmen“ haben: Dort liegen Omas und Opas Geschichten mit dem Namen dessen, der sie hochgeladen hat, bis zu dem Öffnungstag, den ihr festlegt, etwa dem 18. Geburtstag. Noch ist sie nicht verfügbar.
Über 70 Fragen an Oma und Opa, nach Lebensphasen geordnet
Die folgenden Fragen sind unsere eigenen, nicht aus dem Buch übernommen. Sie sind an Oma gerichtet; für Opa tauschst du Wörter wie Mutter und Vater. Stell nicht alle auf einmal, fünf oder sechs pro Treffen reichen, und gib Oma die Liste vorher, damit sie sich vorbereiten kann. Das empfiehlt auch das Haus der Bayerischen Geschichte für Zeitzeugeninterviews, dazu offene, kurze Fragen ohne Suggestion und den Rat, erzählen zu lassen, ohne ständig zu unterbrechen [5].
Die besten Antworten kommen oft erst auf die Nachfrage. Drei, die fast immer funktionieren: „Wie sah das aus?“, „Wer war noch dabei?“ und „Wie ging es dann weiter?“. Bei schweren Themen wie Krieg, Flucht, Krankheit oder Trennung entscheidet Oma, wie weit sie erzählt. Das Merkblatt rät, auf Tränen vorbereitet zu sein und das Gespräch notfalls zu unterbrechen [5].
Herkunft und Elternhaus
- Was weißt du über deine eigenen Großeltern? Hast du sie noch erlebt?
- Wie haben sich deine Eltern kennengelernt, und wer hat dir davon erzählt?
- Was haben deine Eltern gearbeitet, und wie sah ihr Tag aus?
- Wie wurde bei euch zu Hause gesprochen: Dialekt, Hochdeutsch, eine andere Sprache?
- Welche Geschichte wird in unserer Familie immer wieder erzählt, und stimmt sie?
- Woher kommt unser Familienname?
- Welches Stück aus deinem Elternhaus gibt es heute noch, und wo ist es?
Kindheit
- Was ist das Früheste, an das du dich erinnerst?
- Wie sah das Zimmer aus, in dem du geschlafen hast, und mit wem hast du es geteilt?
- Wie klang die Straße, in der du aufgewachsen bist?
- Was gab es bei euch sonntags zu essen, und wer hat gekocht?
- Womit hast du am liebsten gespielt, und mit wem?
- Wofür hast du als Kind Ärger bekommen?
- Welche Aufgaben hattest du zu Hause?
- Wie wurden bei euch Geburtstage gefeiert?
- Wovor hattest du als Kind Angst?
Schule und Jugend
- Wie bist du zur Schule gekommen?
- An welche Lehrerin oder welchen Lehrer denkst du heute noch, und warum?
- Welches Fach mochtest du, welches gar nicht?
- Welche Musik lief, als du 16 warst, und wo hast du sie gehört?
- Was durften deine Freundinnen, was du nicht durftest?
- Wer war deine beste Freundin, und was ist aus ihr geworden?
- Was hast du angezogen, wenn du am Wochenende ausgegangen bist?
- Was hast du mit deinem ersten selbst verdienten Geld gemacht?
- Was wolltest du werden, als du 15 warst?
Arbeit und Beruf
- Wie hast du deine erste Stelle gefunden?
- Wie sah ein normaler Arbeitstag aus, vom Aufstehen bis zum Feierabend?
- Was hast du im ersten Monat verdient, und was konntest du dir davon leisten?
- Wer war die beste Chefin oder der beste Chef, den du hattest?
- Gab es einen Tag, an dem du alles hinwerfen wolltest?
- Was kannst du, das heute kaum noch jemand kann?
- Wie war dein letzter Arbeitstag vor der Rente?
Liebe und Partnerschaft
- Was war dein erster Eindruck von Opa?
- Wer hat wen zuerst angesprochen, und wo?
- Was hat deine Familie zu ihm gesagt?
- Wie war eure Hochzeit, oder warum habt ihr nicht geheiratet?
- Wie sah eure erste gemeinsame Wohnung aus?
- Worüber habt ihr am häufigsten gestritten?
- Was weißt du heute über die Liebe, das du mit 20 gern gewusst hättest?
Eltern werden
- Wie hast du erfahren, dass du ein Kind bekommst, und wem hast du es zuerst erzählt?
- Wo warst du, als Mama oder Papa geboren wurde?
- Wie seid ihr auf den Namen gekommen?
- Was war Mama oder Papa für ein Kind?
- Was hat dich als junge Mutter am meisten erschöpft?
- Welche Gute-Nacht-Lieder oder Geschichten gab es bei euch?
- Was würdest du heute anders machen?
Die Welt um dich herum
- Wo warst du, als die Mauer fiel, und wie hast du davon erfahren?
- Wann hattet ihr das erste Telefon, den ersten Fernseher, das erste Auto?
- Was hat ein Brot gekostet, als du jung warst?
- Gab es eine Zeit, in der das Geld knapp war? Wie seid ihr durchgekommen?
- Welche Reise war die weiteste deines Lebens?
- Was war früher wirklich besser, und was auf keinen Fall?
- Was überrascht dich an der Welt von heute?
Alltag, Rezepte und Dinge
- Welches Rezept soll in der Familie nicht verloren gehen? Zeigst du es mir?
- Welches Lied kannst du auswendig? Singst du es mir vor?
- Was liegt in deiner Schublade, das du nie wegwerfen würdest?
- Welchen Satz deiner Mutter sagst du heute selbst?
- Wie sah ein ganz normaler Dienstag aus, als du 40 warst?
- Welches Foto von dir magst du am liebsten, und was war an dem Tag?
Großeltern sein
- Wie hast du erfahren, dass du Oma wirst?
- Was hast du gedacht, als du dein erstes Enkelkind im Arm hattest?
- Was machst du mit deinen Enkeln am liebsten?
- Was ist anders als damals, als du Mutter wurdest?
- Was sollen deine Enkel über dich wissen, wonach sie heute noch nicht fragen?
Rückblick und Wünsche
- Welche Entscheidung würdest du genau so wieder treffen?
- Wann in deinem Leben warst du am glücklichsten?
- Wer hat dich am meisten geprägt?
- Welchen Rat würdest du dir mit 30 geben?
- Was soll man sich in der Familie einmal über dich erzählen?
- Was wünschst du deinen Enkeln für ihr Leben?
- Was möchtest du deinem Enkelkind sagen, wenn es 18 wird?
Die letzte Frage kann auch ein eigener Termin sein. Wie ein Brief zum 18. Geburtstag aufgebaut ist, steht im Ratgeber Brief zum 18. Geburtstag; vielleicht spricht Oma ihn lieber, als ihn zu schreiben.
Aufnahmen beschriften und sichern
Sprachmemos speichert eine Aufnahme als „Neue Aufnahme“ oder, wenn die Ortungsdienste an sind, unter dem Namen des Ortes [7]. Benenne sie noch am selben Tag um, nach einem Muster, das auch ohne App verständlich bleibt: 2026-11-15_oma-gisela_kindheit-1.m4a. Beim Export in die App „Dateien“ entsteht standardmäßig eine Datei im Format .m4a [8].
Leg neben die Dateien eine kleine Liste, damit in zwanzig Jahren noch jemand weiß, was er da hört. Das Haus der Bayerischen Geschichte empfiehlt für Interviews ein Verzeichnis mit Name, Ort, Zeit und Dauer, Interviewer, Einverständnis und Inhalt in Stichpunkten [5]. Für die Familie reicht eine Tabelle wie diese:
| Datei | Wer spricht | Wer fragt | Datum, Ort, Dauer | Themen in Stichworten |
|---|---|---|---|---|
| 2026-11-15_oma-gisela_kindheit-1.m4a | Oma Gisela | Jana | 15.11.2026, Wohnzimmer in Kassel, 28 Min. | Elternhaus, Sonntagsessen, Bruder Heinz |
| 2026-11-29_oma-gisela_jugend-1.m4a | Oma Gisela | Jana und Ida | 29.11.2026, Wohnzimmer, 34 Min. | Tanzschule, erste Stelle, Opa |
Das Merkblatt rät außerdem, Interviews auf mehreren Datenträgern zu sichern [5]. Wie du das mit drei Kopien auf zwei Arten von Speicher machst, eine davon außer Haus, steht im Plan Fotos sichern; er gilt für Tonaufnahmen genauso. Hat Oma dir schon Sprachnachrichten geschickt, gehören sie in denselben Ordner. Wie du sie aus dem Chat holst, steht unter WhatsApp-Sprachnachrichten speichern.
Mit einer Frage anfangen
Du musst nicht mit einem Projekt beginnen. Beim nächsten Besuch reicht eine Frage, das Handy auf dem Tisch und die Bereitschaft, eine halbe Stunde zuzuhören. Die erste Aufnahme ist die wichtigste, weil sie zeigt, dass es geht. Und vielleicht fragt Oma beim nächsten Mal schon selbst, wann ihr weitermacht.
Häufige Fragen
Was ist „Oma, erzähl mal“?
„Oma, erzähl mal!“ ist ein Eintragbuch der Autorin Elma van Vliet. Es stellt der Großmutter Fragen zu Kindheit, Jugend, Erwachsenwerden, Mutterwerden, Familientraditionen und Wünschen für die Enkel, und sie schreibt die Antworten von Hand hinein. Meist verschenken es Enkel oder Kinder und bekommen es ausgefüllt zurück. Die aktuelle Designausgabe erscheint bei den Geschenkverlagen der Verlagsgruppe Droemer Knaur.
Gibt es „Oma, erzähl mal“ auch für Opa?
Ja. „Opa, erzähl mal!“ ist das Gegenstück für den Großvater, nach demselben Prinzip: Fragen zu Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden, dazu Gedanken zum Vaterwerden, zu Familientraditionen und Wünschen für die Enkel. Beide Bücher gehören zur Reihe „Erzähl mal!“, zu der auch Bände für Mama und Papa gehören. Die Fragen in diesem Ratgeber funktionieren für Oma und Opa gleichermaßen.
Wo kann man das Buch „Oma, erzähl mal“ kaufen?
Über die Buchhandlung vor Ort oder direkt beim Verlag. Auf der Seite der Geschenkverlage kostet die Designausgabe als Album 18 Euro (Stand: November 2026), und der Verlag weist dort selbst darauf hin, dass man das Buch auch bei der Buchhandlung vor Ort bestellen kann. Wenn du schenkst, leg eine Karte dazu, mit welchen Fragen Oma anfangen könnte und bis wann du es gern lesen würdest.
Welche Fragen kann ich meiner Oma stellen?
Fang mit Fragen an, die Bilder wecken: Wie sah das Zimmer aus, in dem du geschlafen hast? Was gab es sonntags zu essen? Welche Musik lief, als du 16 warst? Danach kommen Arbeit, Liebe, Elternwerden und Rückblick. Stell offene Fragen, keine, die mit Ja oder Nein enden, und frag nach: Wer war noch dabei? Wie ging es weiter? Fünf, sechs Fragen pro Treffen reichen.
Wie nehme ich ein Gespräch mit Oma auf dem Handy auf?
Auf dem iPhone mit der App Sprachmemos, auf Android mit der vorinstallierten Aufnahme-App. Such einen ruhigen Raum ohne Hall, schließ das Fenster, stell das Telefon stumm und leg das Handy nah an Oma, nicht an dich. Mach vorher eine kurze Testaufnahme und hör sie an. Plane lieber mehrere kurze Gespräche als ein langes, und benenne jede Datei gleich danach mit Datum, Name und Thema.
Darf ich meine Großeltern heimlich aufnehmen?
Nein. Wer das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen unbefugt auf einen Tonträger aufnimmt, macht sich in Deutschland nach Paragraf 201 des Strafgesetzbuchs strafbar. Frag also vorher, erklär, wofür die Aufnahme ist und wer sie hören soll, und halt das Einverständnis am Anfang der Aufnahme fest. Das ist auch schlicht respektvoller, und Oma kann sich vorbereiten.
Was mache ich, wenn Oma nicht gern schreibt?
Dann stell die Fragen mündlich und nimm die Antworten auf. Manche Menschen erzählen lebendiger, als sie schreiben, und eine Aufnahme hält zusätzlich Stimme, Dialekt und Lachen fest. Du kannst das Buch trotzdem nutzen, als Fragenliste für eure Gespräche, und die Antworten später selbst eintragen oder abschreiben. Für Großeltern mit schwachen Augen oder steifen Händen ist das ohnehin oft die angenehmere Variante.
Quellen
- Die Geschenkverlage (Verlagsgruppe Droemer Knaur): Elma van Vliet, „Oma, erzähl mal!“, Designausgabe, Erscheinungsdatum 30.09.2024
- Die Geschenkverlage (Verlagsgruppe Droemer Knaur): Elma van Vliet, „Opa, erzähl mal!“, Designausgabe, Erscheinungsdatum 30.09.2024
- Die Geschenkverlage: Impressum (Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG)
- Deutsches Zentrum für Altersfragen: Bünning & Keufert, Großelternschaft und Urgroßelternschaft in Deutschland. Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023, DZA-Fact Sheet, Juli 2026 (PDF)
- Haus der Bayerischen Geschichte: Zeitzeugeninterviews – Ein Merkblatt (PDF)
- Strafgesetzbuch, § 201 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (gesetze-im-internet.de)
- Apple Support: Aufnahme mit der App „Sprachmemos“ auf dem iPhone erstellen
- Apple Support: Aufnahme aus „Sprachmemos“ in die App „Dateien“ auf dem iPhone exportieren