Fotos mit der Familie teilen: Welcher Weg für Oma, Opa und Paten passt
Fotos teilst du mit der Familie am besten über ein geteiltes Album in iCloud oder Google Fotos oder über eine Familien-App, in die du Großeltern und Paten einlädst; die WhatsApp-Gruppe ist schnell, aber kein Album. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wer mitschaut, wer selbst Fotos beitragen soll und was in 18 Jahren noch da sein soll. Hier sind alle Wege mit Bildqualität, Grenzen und Datenschutz, belegt mit den Hilfeseiten der Anbieter, Stand November 2026.
Erst klären, was das Teilen leisten soll
Die Frage klingt nach Technik, ist aber eine Familienfrage. Soll Oma das Video vom ersten Brei noch am selben Abend sehen? Soll der Patenonkel in Hamburg selbst Fotos vom Zoobesuch beisteuern? Und soll das alles noch da sein, wenn dein Kind mit 18 wissen will, wie es mit drei aussah?
Die meisten Familien entscheiden das nicht bewusst, sie nehmen einfach den Messenger. In einer Umfrage im Auftrag der Telekom gaben 70 Prozent der befragten Eltern an, Fotos oder Videos ihrer Kinder bis fünf Jahre mindestens einmal pro Woche per Messenger zu teilen [1]. 85 Prozent vertrauen darauf, dass die Empfänger die Bilder nicht weitergeben, und 65 Prozent sind sich nicht sicher, was mit den Fotos und Videos ihrer Kinder geschieht [1].
Beim Sortieren helfen vier Fragen: Wer schaut mit, und auf welchem Gerät? Wer darf selbst Fotos hinzufügen, wer sie speichern oder weiterleiten? Und wo liegen die Originale, wenn der Dienst in zehn Jahren anders funktioniert oder nicht mehr existiert?
Die Wege im Vergleich
Die Tabelle fasst den Stand vom November 2026 zusammen. Einzelheiten und Belege stehen in den Abschnitten darunter.
| Weg | Bildqualität | Grenzen | Wer Kopien bekommt | Für Großeltern | In 10 bis 20 Jahren |
|---|---|---|---|---|---|
| WhatsApp- oder Signal-Gruppe | bei WhatsApp HD-Option wählbar [2] | Verlauf statt Album; Neuen lassen sich bis zu 100 Nachrichten nachschicken [3] | jedes Mitglied auf dem eigenen Handy | vertraut, wenn die App schon da ist | verstreut auf vielen Handys |
| Geteiltes Album in iCloud | ab iOS 27 volle Auflösung; ältere Alben 2048 Pixel, Video bis 720p [4] | bis 100 Personen; neue Alben zählen auf den Speicher des Besitzers, ältere fassen 5.000 Fotos und Videos [4] | alle mit Zugriff können sichern [5] | ab iOS 27 per Link, auch ohne Apple-Gerät [5] | hängt am Konto des Besitzers |
| Geteiltes Album in Google Fotos | Original oder höchstens 16 Megapixel, Video 1080p, je nach Sicherung [6] | bis 20.000 Fotos und Videos pro Album [7] | alle mit Zugriff können sichern, per Link auch hinzufügen [8] | per Link, ohne Google-Konto [8] | hängt am Konto des Besitzers [9] |
| Familien-App wie FamilyAlbum oder Tinybeans | FamilyAlbum verkleinert Fotos leicht [10] | FamilyAlbum gratis unbegrenzt, Videos bis 2 Minuten [11]; Tinybeans gratis 20 Uploads im Monat [12] | bei FamilyAlbum können Eltern Downloads abschalten [13] | Browser-Version [14] oder Updates per E-Mail [15] | hängt am Anbieter; Gesamtexport teils nur im Abo [16] [17] |
| Digitaler Bilderrahmen, z. B. mit Frameo | so gut wie der Bildschirm | mit Frameo+ bis 100 Fotos pro Sendung, Videos bis 2 Minuten [18] | der Rahmen im Wohnzimmer | nichts zu bedienen | nur mit Sicherung auf SD-Karte oder in der Cloud [19] [18] |
| Fotobuch oder Abzüge per Post | Druck | nur eine Auswahl, keine Videos | wer das Buch hat | in der Hand | braucht kein Konto |
Welcher Weg zu welcher Familie passt
Wenn alle in der Familie ein iPhone haben, ist ein geteiltes Album in iCloud der kürzeste Weg. Seit iOS 27 kommen Fotos dort in voller Auflösung an, dafür zählen sie auf den Speicher dessen, der das Album angelegt hat.
In gemischten Familien mit Android und iPhone funktionieren ein Album in Google Fotos oder ein neues iCloud-Album per Link, beide auch im Browser. Sollen viele mitmachen, Großeltern auf beiden Seiten, Paten, die Tante in Freiburg, bleibt eine Familienalbum-App übersichtlicher als jeder Chat.
Wenn Oma kein Smartphone nutzt, ist ein digitaler Bilderrahmen, den ihr aus der App befüllt, meist die beste Lösung. Oder ein Umschlag mit zehn Abzügen pro Quartal, der neben ihrem Telefon liegt. Und für die schnelle Nachricht am Nachmittag bleibt die Messenger-Gruppe, nur eben nicht als Ablage.
WhatsApp- und Signal-Gruppen sind schnell, aber kein Album
Eine Familiengruppe hat einen Vorteil, den kein anderer Weg schlägt: Sie ist schon da. Niemand muss eine Fotoalbum-App installieren oder ein Konto anlegen, wenn Oma WhatsApp ohnehin nutzt. Für Fotos und Videos bietet WhatsApp eine eigene HD-Option an [2]; das Original bleibt trotzdem auf dem Handy dessen, der es aufgenommen hat.
Als Sammlung taugt ein Chat wenig. Die Fotos vom Laternenumzug rutschen zwischen Terminabsprachen und Geburtstagsgrüßen nach oben, und wer später dazukommt, sieht sie nicht. WhatsApp erlaubt inzwischen, neuen Gruppenmitgliedern 25 bis 100 der letzten Nachrichten mitzuschicken [3]. Für die Babyfotos von vor zwei Jahren reicht das nicht.
Dazu landet jedes Foto als Kopie auf jedem Handy der Gruppe. Mit der Einstellung „Advanced Chat Privacy“, die WhatsApp 2025 eingeführt hat, lässt sich verhindern, dass andere den Chat exportieren oder Medien automatisch auf ihr Handy laden [20]. Was jemand per Screenshot festhält, ist trotzdem in der Welt, darauf weist die Initiative klicksafe hin [21]. Für Signal gilt im Prinzip dasselbe: Ein Chat ist ein Gespräch, kein Album.
Was einem Chat vor allem fehlt, ist das Gedächtnis: welches Foto von wem kam und für wen es gedacht war. Daran arbeiten wir mit der Familienkapsel, einem geplanten Dienst, den es noch nicht gibt. Eltern, Großeltern und Paten legen dort Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Briefe für ein Kind ab, und bei jedem Stück steht, von wem es ist, etwa „hochgeladen von Oma Gisela“. Die Kapsel ersetzt die Familiengruppe nicht; ob sie zu euch passt, entscheidest du nach denselben Fragen wie bei allen anderen Wegen.
Geteilte Alben auf dem iPhone seit iOS 27
Wer nach geteilten Alben auf dem iPhone sucht, findet oft veraltete Zahlen, denn mit iOS 27 hat Apple die Regeln für neue Alben geändert. Fotos und Videos in einem geteilten Album, das mit Version 27 oder neuer erstellt wurde, liegen in iCloud in voller Auflösung und im Originalformat [4]. Eine feste Höchstzahl an Fotos gibt es nicht, solange der Speicher reicht; mitmachen können bis zu 100 Personen, der Besitzer eingeschlossen [4].
Der Preis dafür: Alles zählt auf den iCloud-Speicher des Besitzers, auch die Fotos und Videos, die Oma und der Pate hinzufügen [4]. Wer das Familienalbum anlegt, sollte also vorher in seinen Speicher schauen, denn drei Jahre Kitavideos von vier Großeltern summieren sich. Außerdem setzt Apple ab iOS 27 für dauerhafte geteilte Alben voraus, dass „iCloud-Fotos“ eingeschaltet ist [5].
Alben, die mit iOS 26 oder früher angelegt wurden, laufen nach den alten Regeln weiter. Sie zählen nicht auf den Speicher, fassen aber höchstens 5.000 Fotos und Videos; Fotos werden an der langen Kante auf 2048 Pixel verkleinert, Videos mit bis zu 720p gesendet [4]. Für einen großen Abzug an der Wand ist das knapp. Neu ist das temporäre Album, das nicht auf den Speicher zählt und nach 30 Tagen gelöscht wird, praktisch etwa für die Fotos einer Taufe [4] [5].
Für Großeltern ist der größte Fortschritt der Link. Einem neuen geteilten Album kann man über einen Link beitreten und eigene Fotos hinzufügen, auch ohne Apple Account und ohne Apple-Gerät [5]. Der Besitzer legt fest, ob nur Eingeladene und Bestätigte hineinkommen oder jeder mit dem Link [5]; für Kinderfotos ist die erste Variante die richtige.
Der Besitzer bestimmt auch, wer Fotos hinzufügen darf, und kann alle Inhalte löschen; alle mit Zugriff können Fotos in die eigene Mediathek sichern [5]. Löscht er das Album, werden alle Fotos darin dauerhaft gelöscht, auf allen Geräten. Was jemand vorher in seine Mediathek gesichert hat, bleibt dort [5].
Geteilte Alben in Google Fotos
Google Fotos läuft auf Android, auf dem iPhone und im Browser, deshalb ist es in gemischten Familien oft die einfachste Wahl. Ein Album fasst bis zu 20.000 Fotos oder Videos [7]. Mit Personen, die ein Google-Konto haben, teilst du direkt; für alle anderen gibt es einen Link, und wer ihn hat, kann die Fotos ansehen und eigene hinzufügen [8]. Auch ein QR-Code ist möglich, und jeder, der ihn scannt, kommt ins Album [8].
Wie gut die Bilder sind, entscheidet die Sicherung. Google speichert in Originalqualität oder, mit der Option „Speicherplatz sparen“, komprimiert: Fotos über 16 Megapixel werden auf 16 Megapixel reduziert, Videos über 1080p auf 1080p [6]. Neue Uploads zählen in beiden Fällen auf den Speicher des Google-Kontos, zu dem bis zu 15 GB gehören [6].
Bei der Kontrolle gibt es zwei Punkte, die man kennen sollte. Du kannst nicht einzelnen Personen das Hinzufügen verbieten, nur allen zusammen [22]. Und wenn der Besitzer ein Album nicht mehr teilt, werden die Fotos und Kommentare entfernt, die andere hinzugefügt haben; heruntergeladene Kopien bleiben bei denen, die sie gespeichert haben [22]. Das Album hängt außerdem am Konto des Besitzers: Google kann private Konten löschen, die zwei Jahre nicht genutzt wurden, und wertet die Nutzung von Google Fotos dabei separat [9].
Familienalbum-Apps wie FamilyAlbum und Tinybeans
Familien-Apps sind für genau diese Aufgabe gebaut: ein privates Album pro Kind, die Familie eingeladen, die Fotos nach Datum sortiert. FamilyAlbum ist in der Grundversion kostenlos, erlaubt unbegrenzt viele Fotos und Videos, Videos bis zwei Minuten, und bis zu 100 Mitglieder pro Album [11]. Damit Großeltern selbst hochladen können, muss ein Elternteil das im Menü freischalten [23]. Wer keine App installieren will, nutzt die Browser-Version [14].
Zwei Dinge sollte man wissen. Fotos werden beim Hochladen leicht verkleinert, und wer sie wieder herunterlädt, bekommt die verkleinerte Version [10]. Mehrere Fotos auf einmal herunterladen geht nur mit dem Abo Premium Family Pro, sonst eines nach dem anderen [16]. Dafür können Eltern das Herunterladen für alle anderen Mitglieder abschalten [13], das ist mehr Kontrolle, als ein Chat bietet.
Tinybeans funktioniert ähnlich, die Hilfeseiten sind allerdings auf Englisch. Gratis lassen sich bis zu 20 Fotos oder Videos im Monat hochladen, insgesamt bis 5 GB, mit Werbung [12]. Großeltern brauchen kein Smartphone, denn Eingeladene bekommen die Neuigkeiten auch per E-Mail [15].
Das Abo Tinybeans+ bringt unbegrenzte Uploads, Videos bis fünf Minuten, 200 GB Speicher und einen Export [17]. Ohne Abo ist der Gesamtexport erst möglich, wenn das Gratis-Limit überschritten ist und die Erinnerungen archiviert wurden [24].
Der digitale Bilderrahmen für Großeltern ohne Smartphone
Für Großeltern, die mit Apps nichts anfangen wollen, dreht ein Bilderrahmen das Prinzip um: Nicht Oma holt sich die Fotos, die Familie schickt sie ihr ins Wohnzimmer. Bei Rahmen mit Frameo-Software wählt man in der App ein Foto, den Empfänger und auf Wunsch eine Bildunterschrift [25]. Die Übertragung vom Handy zum Rahmen ist laut Frameo Ende-zu-Ende-verschlüsselt; der Rahmen selbst hat keinen Passwortschutz, jeder im Haus sieht, was er zeigt [26].
Ein Archiv ist der Rahmen nicht, er ist ein Bildschirm mit Speicher. Frameo bietet deshalb eine Sicherung auf eine SD-Karte an [19] und, mit dem Abo Frameo+, eine Sicherung in der Cloud [18]. Mit Frameo+ lassen sich außerdem bis zu 100 Fotos auf einmal und Videos bis zwei Minuten senden [18].
Fotobuch und Abzüge per Post
Der älteste Weg hat einen Vorteil, den keine App bietet: Ein Fotobuch braucht kein Konto, kein Update und kein WLAN. Für Großeltern, die Bilder gern in der Hand halten und beim Kaffee herumreichen, ist ein Jahresbuch oder ein Umschlag mit Abzügen oft das, was wirklich angeschaut wird. Manche Apps haben das eingebaut: Bei FamilyAlbum kann jedes Mitglied eines Albums jeden Monat elf kostenlose Fotoabzüge bestellen [27].
Der Nachteil ist die Arbeit, und Videos und Sprachnachrichten fehlen. Dafür altert gutes Fotopapier, dunkel und trocken gelagert, langsam; was Labortests dazu sagen, steht in unserem Report zur Haltbarkeit von Familienfotos. Wohin mit den Abzügen, die nicht ins Album passen, beschreibt unser Text zur Erinnerungsbox fürs Baby.
Kinderfotos teilen, ohne die Kontrolle zu verlieren
Teilen im Familienkreis ist etwas anderes als Posten. klicksafe empfiehlt, Kinderbilder über sichere Cloud-Dienste zu teilen und den Zugriff auf einen privaten Kreis wie die Familie zu beschränken [21]. Aber auch dieser Kreis ist größer, als er sich anfühlt: In den Kontakten stehen oft Menschen, die einem nicht so nahestehen, und selbst kurze Beiträge lassen sich per Screenshot festhalten [21].
Nur ein Drittel der Eltern in der Telekom-Umfrage wusste, dass ein Kinderfoto für Identitätsdiebstahl missbraucht werden kann [1]. Das ist kein Grund, keine Babyfotos mehr zu teilen, aber einer, mit der Familie über Regeln zu reden, wie klicksafe es vorschlägt [21]. Vier Regeln, die wir für die Familiengruppe vorschlagen:
- Fotos aus dem Familienalbum werden nicht weitergeleitet, nicht als Profilbild verwendet und nicht öffentlich gepostet, ohne die Eltern zu fragen.
- Badewanne, Wickeltisch, Töpfchen und Badesachen bleiben draußen; solche Bilder gehören laut klicksafe nie ins Netz [21].
- Standortdaten am Handy ausschalten und auf Hintergründe mit Kita- oder Schulnamen achten [21].
- Sobald dein Kind alt genug ist, fragst du es; klicksafe rät, Kinder altersgerecht in die Entscheidung einzubeziehen [21].
Warum Nacktfotos auch nicht in den automatischen Cloud-Upload gehören, selbst wenn sie für den Kinderarzt gedacht sind, steht in unserem Plan zum Fotos sichern.
Was in 18 Jahren davon übrig ist
Wer heute ein Familienalbum anlegt, plant für eine Strecke, auf der Dienste kommen und gehen. Togethera, ein Londoner Dienst zum privaten Teilen von Familienfotos, schloss am 4. August 2016; die Nutzer bekamen eine Anleitung zum Herunterladen [28]. Facebook stellte seine private Foto-App Moments am 25. Februar 2019 ein, exportieren ließ sich bis Mai 2019 [29]. Apple schaltete „Mein Fotostream“ am 26. Juli 2023 ab [30]; weitere Fälle stehen im Friedhof der Foto-Dienste in unserem Haltbarkeits-Report.
In allen drei Fällen blieb eine Frist zum Sichern. Bei Familienalben liegt das größere Risiko woanders: Die Beiträge von Oma, Opa und Paten hängen am Konto einer einzigen Person. Löscht sie ein iCloud-Album, ist es für alle weg [5]; beendet sie das Teilen eines Google-Albums, verschwinden die Fotos der anderen daraus [22].
FamilyAlbum schreibt, Daten grundsätzlich unbegrenzt aufzubewahren, solange niemand die Löschung verlangt [31]. Das ist ein Versprechen, das am Fortbestand des Anbieters hängt, wie bei jedem Dienst, auch bei unserem.
Deshalb gehört zu jedem Weg eine Gewohnheit. Einmal im Jahr, etwa zum Geburtstag deines Kindes, speicherst du die Fotos der anderen in deine eigene Mediathek, mit einem Dateinamen, der den Absender mitnimmt, etwa 2027-05-14_oma-gisela_zoo.jpg. Das hilft auch, weil beim Sichern aus älteren iCloud-Alben laut Apple Informationen des Originals fehlen können [5]. Wie du danach drei Kopien an zwei Orten anlegst, steht in unserem Plan zum Fotos sichern.
Will Oma mehr beitragen als eine Bildunterschrift, hilft unsere Anleitung zum Brief zum 18. Geburtstag, auch für Großeltern und Paten. Am Ende zählt nicht, welcher Dienst gewinnt, sondern dass das Video, in dem Opa am Küchentisch „Hoppe, hoppe Reiter“ spielt, in 18 Jahren noch jemand findet.
Häufige Fragen
Wie kann ich Fotos mit der Familie teilen?
Am einfachsten über ein geteiltes Album in iCloud oder Google Fotos oder über eine Familien-App wie FamilyAlbum, in die du Großeltern und Paten einlädst. Eine WhatsApp-Gruppe eignet sich für schnelle Neuigkeiten, aber nicht als Ablage, weil Fotos im Verlauf untergehen. Für Großeltern ohne Smartphone sind ein digitaler Bilderrahmen oder Abzüge per Post am bequemsten. In jedem Fall gehören die Originale zusätzlich in dein eigenes Backup.
Wie viele Fotos passen in ein geteiltes Album?
Das hängt vom Dienst ab. Für geteilte Alben, die mit iOS 27 oder neuer erstellt wurden, nennt Apple keine feste Obergrenze, solange der iCloud-Speicher des Besitzers reicht. Ältere geteilte Alben und temporäre Alben fassen höchstens 5.000 Fotos und Videos. In Google Fotos passen bis zu 20.000 Fotos oder Videos in ein Album. FamilyAlbum erlaubt in der Gratisversion unbegrenzt viele Uploads, Videos aber nur bis zwei Minuten.
Zählen geteilte Alben auf den iCloud-Speicher?
Seit iOS 27 ja, für neu erstellte Alben. Fotos und Videos darin liegen in voller Auflösung in iCloud und werden auf den Speicher des Besitzers angerechnet, auch alles, was andere Teilnehmer hinzufügen. Geteilte Alben, die mit iOS 26 oder früher erstellt wurden, zählen nicht auf den Speicher, verkleinern Fotos dafür aber auf 2048 Pixel an der langen Kante. Temporäre geteilte Alben zählen ebenfalls nicht.
Kann ich ein geteiltes iPhone-Album mit Android-Nutzern teilen?
Ja. Einem geteilten Album, das mit iOS 27 oder neuer erstellt wurde, kann man über einen Link beitreten, auch ohne Apple Account und ohne Apple-Gerät, und im Web eigene Fotos hinzufügen. Du legst fest, ob nur eingeladene und bestätigte Personen hineinkommen oder jeder mit dem Link. Bei Alben aus iOS 26 oder früher gibt es dafür die Option „Öffentliche Website“, die das Album als Webseite veröffentlicht.
Ist WhatsApp sicher für Kinderfotos?
Unterwegs liest niemand mit, denn persönliche Nachrichten sind laut WhatsApp Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das Risiko liegt woanders: Jedes Foto landet auf jedem Handy der Gruppe und lässt sich dort speichern, weiterleiten oder per Screenshot festhalten. Mit der Einstellung „Advanced Chat Privacy“ verhinderst du, dass andere den Chat exportieren oder Medien automatisch auf ihr Handy laden. Am wichtigsten sind klare Regeln in der Familie, was weitergegeben werden darf.
Welche App eignet sich, um Fotos mit Oma und Opa zu teilen?
Das hängt davon ab, was Oma und Opa nutzen. Haben alle ein iPhone, reicht ein geteiltes iCloud-Album. In gemischten Familien funktioniert Google Fotos auf Android, iPhone und im Browser. Familien-Apps wie FamilyAlbum oder Tinybeans sind auf private Kinderalben ausgelegt; FamilyAlbum hat eine Browser-Version, Tinybeans schickt Neuigkeiten auch per E-Mail. Ohne Smartphone ist ein digitaler Bilderrahmen, den die Familie per App befüllt, die einfachste Lösung.
Was passiert mit den Fotos, wenn ich ein geteiltes Album lösche?
Bei Apple werden beim Löschen eines geteilten Albums alle Fotos darin dauerhaft gelöscht, auch auf den Geräten der anderen. Was jemand vorher in die eigene Mediathek gesichert hat, bleibt dort. In Google Fotos bleiben deine eigenen Fotos nach dem Löschen eines Albums in deiner Galerie; beendest du als Besitzer das Teilen, werden aber die Fotos entfernt, die andere hinzugefügt haben. Sichere die Beiträge der Familie deshalb vorher.
Quellen
- Deutsche Telekom: #ShareWithCare – Kinderbilder verdienen Schutz im Netz (Medieninformation, 04.09.2023; Umfrage von KB&B unter 795 Eltern)
- WhatsApp-Hilfebereich: Informationen zu HD-Bildern und -Videos
- WhatsApp Blog: Introducing Group Message History (19.02.2026)
- Apple Support: Begrenzungen für geteilte Alben (21.09.2026)
- Apple Support: So verwendest du geteilte Alben in „Fotos“ auf dem iPhone, iPad oder der Apple Vision Pro (07.10.2026)
- Google Fotos-Hilfe: Sicherungsqualität für Fotos und Videos auswählen
- Google Fotos-Hilfe: Fotoalben erstellen und bearbeiten
- Google Fotos-Hilfe: Fotos und Videos teilen
- Google: Updating our inactive account policies (16.05.2023)
- FamilyAlbum-Hilfe: Werden Fotos und Videos in deren Originalqualität im Album gespeichert?
- FamilyAlbum-Hilfe: Was ist FamilyAlbum?
- Tinybeans FAQs: Can I use Tinybeans for free?
- FamilyAlbum-Hilfe: Können Großeltern und andere Personen Fotos/Videos speichern und Kommentare löschen?
- FamilyAlbum-Hilfe: Großeltern verwenden die Browser-Version – Wechsel zur App-Version
- Tinybeans FAQs: Do you need to download the app to be part of Tinybeans?
- FamilyAlbum-Hilfe: Kann ich mehrere Fotos oder Videos auf einmal herunterladen oder löschen?
- Tinybeans FAQs: How much is a Tinybeans+ subscription?
- Frameo Support: Frameo+
- Frameo Support: How to Make a Backup of a Frame
- WhatsApp Blog: Introducing Advanced Chat Privacy (23.04.2025)
- klicksafe: #Kinder sind kein Content – Tipps für Eltern (Flyer)
- Google Fotos-Hilfe: Alben nicht mehr teilen und Einstellungen verwalten
- FamilyAlbum-Hilfe: Können Großeltern und andere Verwandte Fotos und Videos hochladen?
- Tinybeans FAQs: Who can export memories from a Tinybeans journal?
- Frameo Support: How to Send Photos From Smartphone to Frame
- Frameo Support: Privacy & Compliance
- FamilyAlbum: App zum Teilen und Organisieren von Kinderfotos (Startseite)
- TechCrunch: Family photo-sharing platform Togethera shutters after low growth numbers (04.07.2016)
- TechCrunch: Facebook is shutting down Moments; here's how to save all your photos (24.01.2019)
- CBS News: Apple is shuttering My Photo Stream. Here's how to ensure you don't lose your photos (aktualisiert 03.07.2023)
- FamilyAlbum-Hilfe: Wie lange werden meine Daten von FamilyAlbum aufbewahrt?