Dias digitalisieren – selbst machen oder machen lassen?
Dias digitalisierst du entweder selbst, mit einem Diascanner, einem Flachbettscanner mit Durchlichteinheit oder einer Kamera mit Adapter, oder du lässt sie in der Drogerie, bei einem Fotodienst oder einem spezialisierten Dienstleister scannen. Für wenige Dias lohnt sich das Selbermachen, für mehrere volle Magazine meist der Dienstleister, sofern er die passende Auflösung liefert. Hier stehen die Preise der Anbieter, die sinnvolle Auflösung mit Quelle und was nach dem Scan mit den Bildern passieren sollte.
Die kurze Antwort: selbst oder machen lassen?
Ob du Dias selbst digitalisierst oder digitalisieren lässt, hängt vor allem an zwei Dingen: wie viele es sind und wie viel Zeit du hast. Ein paar Dutzend Dias sind mit Kamera oder schnellem Scanner an einem Abend erledigt. Bei mehreren Magazinen voller Urlaubsbilder wird es zur Geduldsprobe: Ein Filmscanner brauchte im Test von filmscanner.info knapp zehn Minuten pro Dia, in voller Auflösung und mit automatischer Staubkorrektur [1].
Ein schnelleres Modell schaffte dieselbe effektive Auflösung in etwa zwei Minuten [1]. Für 500 Dias wären das immer noch rund 17 Stunden reine Scanzeit, mit dem langsamen Gerät über 80 (eigene Rechnung).
Wer seine Dias nicht aus der Hand geben will oder schon eine gute Kamera besitzt, fährt mit dem Selbermachen trotzdem gut. Die beiden Wege im Vergleich:
| Selbst digitalisieren | Digitalisieren lassen | |
|---|---|---|
| Womit | Diascanner, Flachbettscanner mit Durchlichteinheit oder Kamera mit Adapter | Fototheke in der Drogerie, Fotodienst per Post oder spezialisierter Dienstleister |
| Kosten | das Gerät, danach vor allem deine Zeit | je nach Menge, Anbieter und Auflösung rund 0,14 bis 0,35 Euro pro Dia, dazu Grundgebühr oder Versand |
| Zeit | Sekunden pro Dia mit der Kamera, bis zu mehreren Minuten mit dem Scanner | Abgabe und Wartezeit, bei dm zum Beispiel 7 bis 10 Arbeitstage [2] |
| Qualität | hängt stark vom Gerät ab, die dpi-Zahl auf dem Karton sagt wenig | je nach Anbieter und Stufe von gut 1,5 Megapixeln bis Archivqualität |
| Risiko | die Dias bleiben zu Hause | Unikate gehen auf Reisen |
| Passt, wenn | es wenige Dias sind, du Zeit hast oder die Technik schon da ist | es viele Magazine sind und die Sache dieses Jahr fertig werden soll |
Warum es sich lohnt, bald anzufangen
Dias halten lange, aber nicht unbegrenzt. Die Farbstoffe in Farbfotos verblassen nach Angaben des Canadian Conservation Institute auch im Dunkeln merklich, und Farbmaterial reagiert empfindlicher auf Wärme und hohe Luftfeuchte als Schwarz-Weiß-Material [3]. Das Institut rät, die relative Luftfeuchte nie über 60 Prozent steigen zu lassen und Schwankungen zu vermeiden [3].
Wie viel das ausmacht, zeigt eine Langzeitstudie des Dänischen Nationalmuseums. Dort lagerten seit 1992 Testdias von sechs Filmsorten an acht Orten bei Raumtemperatur, ein Vergleichssatz im Gefrierschrank bei minus 21 Grad. Nach mehr als 30 Jahren fielen zwei Ergebnisse heraus: Die Dias aus dem Gefrierschrank hatten sich fast nicht verändert, die aus einem Büro mit stark schwankender Luftfeuchte und etwas Licht dagegen deutlich [4].
Die Kiste auf dem Dachboden ist also kein Notfall. Ein Dachboden mit Sommerhitze und schwankender Feuchte bringt aber genau die Bedingungen mit, die beiden Quellen zufolge schaden.
Dazu kommt die Technik drumherum. Kodak hat 2003 angekündigt, bis Juni 2004 keine Diaprojektoren mehr zu bauen und zu verkaufen; Service versprach das Unternehmen bis Juni 2011 [5]. Ein digitalisiertes Dia braucht keinen Projektor mehr, es öffnet sich auf jedem Handy.
Der wichtigste Grund steht aber in keiner Studie: Wer auf den Bildern zu sehen ist und wo das war, wissen oft nur die, die damals fotografiert haben. Solange du sie fragen kannst, ist jedes Magazin doppelt so viel wert.
Vorbereitung: aussortieren, ordnen, aufschreiben
Aussortieren
Ein heller Bildschirm ist der einfachste Leuchttisch: Öffne auf einem Tablet ein weißes Bild, dreh die Helligkeit hoch und leg die Dias darauf. So siehst du schnell, was unscharf, doppelt oder völlig verblasst ist. Von zehn fast gleichen Sonnenuntergängen am Gardasee reicht meistens einer.
Jedes Dia, das du jetzt aussortierst, spart Geld beim Dienstleister oder Zeit am Scanner. Wirf die aussortierten Dias trotzdem erst weg, wenn die Scans da und geprüft sind.
Reihenfolge erhalten
Stecken die Dias in Magazinen, lass sie dort: Die Reihenfolge ist oft die einzige Chronik, die es gibt. CEWE gibt an, bei Aufträgen im Magazin die Reihenfolge beizubehalten [6]. Nummeriere jedes Magazin außen mit einem Klebezettel. Bei Mediafix kostet das Scannen aus Universalmagazinen keinen Aufpreis, das Umsortieren aus anderen Magazintypen wie LKM, CS oder Paximat 0,03 Euro pro Dia [7].
Beschriftungen und Jahreszahlen festhalten
Auf Rähmchen, Magazinen und Diakästen steht oft mehr, als man denkt: „Ostsee 78“, ein Name, eine Nummer. Der Scan zeigt nur das Bild, nicht den Rahmen. Fotografier deshalb vor der Abgabe jede Beschriftung mit dem Handy ab oder schreib eine Liste mit Magazin, Position und Aufschrift. Mediafix bietet an, die Beschriftung von Diakästen und Magazinen zu übernehmen, für 0,03 Euro pro Dia [7].
Noch mehr wert als jede Aufschrift ist die Erinnerung der Menschen, die dabei waren. Setz dich mit Oma oder Opa vor die ersten Scans und frag, wer das ist, wo das war und was danach passiert ist. Welche Fragen ein Gespräch in Gang bringen, steht in unserem Leitfaden Oma, erzähl mal.
Oft zeigen die Dias der Großeltern die Kindheit von Mama oder Papa: der erste Schultag, das Zelt am Gardasee, der Dackel, an den sich keiner mehr erinnert. Für dein Kind sind das die einzigen Bilder davon, wie seine Eltern klein waren. Damit sie nach dem Scannen nicht wieder in einem Ordner verschwinden, gibt es die Familienkapsel: Die besten Scans liegen dort mit der Geschichte dazu, erzählt oder aufgeschrieben von Oma und Opa, und bleiben bei der Familie, bis dein Kind sie bekommt.
Die Kapsel ist für die Auswahl gedacht. Alle Scans gehören zusätzlich auf deine eigenen Festplatten, dazu mehr am Ende.
Welche Auflösung sinnvoll ist
Die US-Bundesbehörden haben für die Digitalisierung von Kulturgut eine gemeinsame Richtlinie, die FADGI. Für Kleinbilddias nennt sie rund 3.000 ppi für die Stufe „drei Sterne“, ein sehr gutes professionelles Bild für die meisten Zwecke, und rund 4.000 ppi für vier Sterne, das derzeit Beste [8]. Weniger als drei Sterne empfiehlt die Richtlinie möglichst nicht, damit später nicht neu gescannt werden muss [8].
Bei 3.000 ppi wird aus einem Kleinbilddia (24 × 36 Millimeter) eine Datei mit etwa 4.250 × 2.830 Pixeln, also rund 12 Megapixeln (eigene Rechnung). Das reicht für einen Abzug von etwa 24 × 36 Zentimetern in Druckqualität und für Fernseher bis 4K.
Vorsicht bei der dpi-Angabe auf der Verpackung: Sie beschreibt die nominelle Auflösung, nicht das, was im Bild ankommt. Die Tester von filmscanner.info messen deshalb die effektive Auflösung. Beim Flachbettscanner Epson Perfection V600 lag sie bei 1.560 statt der angegebenen 6.400 ppi [9], beim Filmscanner Plustek OpticFilm 8200i bei etwa 3.250 statt 7.200 ppi [1]. Ein kompaktes Gerät mit Kamerasensor, der Reflecta x66-Scan, lieferte statt der beworbenen 14 Megapixel effektiv etwa 4,5 Megapixel [10].
Auch Dienstleister nennen Auflösungen, nachgemessen haben wir sie nicht. Am unteren Ende liegt die Rossmann Fotowelt: Laut ihren FAQ kommen Scans von Diafilm mit 1.544 × 1.044 Pixeln auf die CD [11], das entspricht rund 1.100 ppi (eigene Rechnung). Fürs Handy und für Abzüge bis 10 × 15 Zentimeter genügt das, für ein Archiv kaum.
Als Dateiformat für Masterdateien nennt die FADGI TIFF oder JPEG 2000 [8]. CEWE liefert zum Beispiel JPEG [6]. Für eine Familiensammlung ist ein JPEG in hoher Qualität praktisch; wer selbst scannt und die Bilder bearbeiten will, speichert zusätzlich ein TIFF.
Dias selbst digitalisieren
Mit dem Diascanner
Ein Filmscanner leuchtet das Dia von hinten durch und tastet es Zeile für Zeile ab. Gute Geräte erreichen effektiv mehr als 3.000 ppi, brauchen dafür aber Zeit, wie das Beispiel oben zeigt. Kompakte Geräte, die das Dia mit einem kleinen Kamerasensor abfotografieren, arbeiten deutlich schneller. Für Bildschirm, Fotobuch und Familiengruppe genügen sie, für die dauerhafte Archivierung halten die Tester von filmscanner.info 4,5 Megapixel für zu wenig [10].
Mit dem Flachbettscanner und Durchlichteinheit
Manche Flachbettscanner haben im Deckel eine Lichtquelle und Halter für Dias. Das ist praktisch, wenn so ein Gerät ohnehin auf dem Schreibtisch steht. Stiftung Warentest fand in einem Vergleich von 2010 sogar Flachbettscanner, die Dias besser digitalisierten als eigens dafür gebaute Diascanner [12]. Beim Epson V600 blieb die effektive Auflösung im Test von filmscanner.info allerdings weit unter der des Filmscanners, die Tester sehen Durchlichtscans damit nur als gelegentliche „Notlösung“ [9].
Abfotografieren mit Kamera und Adapter
Am schnellsten geht es mit einer System- oder Spiegelreflexkamera, einem Makroobjektiv und einem Adapter, der das Dia vor dem Objektiv hält. Hinter dem Dia sorgt eine gleichmäßige Lichtquelle für Licht, etwa ein Leuchtpad. Nikon bietet dafür zum Beispiel den Adapter ES-2 mit einem Halter für gerahmte Dias an und kommt mit seiner Kamera D850 auf über 5.000 dpi, bezogen auf das Kleinbild [13].
Pro Dia ist das ein Auslöser statt mehrerer Minuten Scanzeit. Mit dem Handy über einem hellen Tablet bekommst du immerhin eine schnelle Notkopie, aber kein Archiv.
Dias digitalisieren lassen: Drogerie, Fotodienst oder Spezialist
Die Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter, Stand: November 2026.
| Anbieter | Abgabe | Auflösung laut Anbieter | Preis für gerahmte Kleinbilddias | Lieferung |
|---|---|---|---|---|
| dm | Fototheke im dm-Markt | keine Angabe | gestaffelt, etwa 1 bis 10 Dias 5,95 €, 151 bis 200 Dias 37,95 €, ab 201 Dias 0,20 € pro Stück [14] | Download, sechs Wochen abrufbar |
| Rossmann Fotowelt | Auftragstasche aus der Filiale | 1.544 × 1.044 Pixel [11] | 0,25 € pro Dia plus 3,95 € Grundgebühr inklusive CD [15] | CD |
| CEWE | per Post | 3.600 ppi (Klassik) oder 5.100 ppi (Pro) | ab 0,25 € pro Dia, dieser Preis gilt ab 2.000 Scans [6] | Download, USB-Stick gegen Aufpreis |
| DIG:ED über MediaMarkt | Bestellformular und Versand | 4.500 oder 6.000 dpi | 30 € bzw. 35 € je 100 Dias [16] | DVD für 10 €, USB-Stick oder SD-Karte für 25 € |
| Mediafix | per Post oder in einer Annahmestelle | 4.250, 5.000 oder 6.200 dpi | bis 500 Dias 0,23 bis 0,35 € pro Stück, ab 2.501 Dias 0,14 bis 0,26 € [7] | Download, DVD oder USB-Stick |
Für 500 gerahmte Dias ergibt das ohne Versand (eigene Rechnung): bei dm 100 Euro, bei Rossmann 128,95 Euro, bei DIG:ED 150 oder 175 Euro und bei Mediafix 115, 140 oder 175 Euro, je nach Qualitätsstufe. Die Preise liegen enger beieinander als die Auflösungen. Wer fürs Archiv scannen lässt, vergleicht deshalb zuerst die Auflösung und dann den Preis.
Wer die Dias nicht verschicken will, gibt sie bei dm oder Rossmann in der Filiale ab oder bei Mediafix in einer von 66 Annahmestellen in Deutschland [17]. Frag auch im Fotofachgeschäft in deiner Nähe nach.
Gerahmte Dias, Glasrahmen und Magazine
Drogerien und Fotodienste nehmen gerahmte Kleinbilddias an. CEWE scannt per Post nur diesen häufigsten Typ, 24 × 36 Millimeter im 5 × 5 Zentimeter großen Rähmchen; Sonderformate im gleichen Rahmen werden wie Kleinbild behandelt [6]. Ungerahmte Dias und andere Formate nehmen spezialisierte Dienstleister wie Mediafix an [18].
Glasrahmen brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. In älteren Diaglasrahmen entstehen oft Newton-Ringe, ringförmige, manchmal regenbogenfarbene Muster, die der Scanner mit aufnimmt; Abhilfe schafft das Umrahmen in glaslose Rähmchen oder spezielle Anti-Newton-Rahmen [19]. Mediafix empfiehlt für Dias in Glasrähmchen eine Feuchtreinigung, für Plastikrahmen Druckluft [18]. Willst du selbst umrahmen, übe zuerst an Dias, an denen nichts hängt.
Was beim Versand schiefgehen kann
Dias sind Unikate, und kein Geld ersetzt ein verlorenes Magazin. Wie wenig Geld es im Ernstfall wäre, steht in den AGB. Bei Mediafix ist die Haftung bei einfacher Fahrlässigkeit auf 1 Euro pro Originalmedium und 1.000 Euro pro Auftrag begrenzt, ausdrücklich auch bei Verlust [20]. DIG:ED trägt das Risiko des Rücktransports, haftet für Verlust oder Beschädigung der Originale auf dem Transportweg aber mit höchstens 50 Euro je Auftrag [21].
DIG:ED rät in seinen AGB selbst dazu, vor dem Auftrag eine Sicherungskopie zu machen [21]. Für Dias heißt das: die wichtigsten Bilder vorher schnell mit dem Handy abfotografieren. CEWE empfiehlt, Dias im Magazin und in einem etwas zu großen, festen Karton mit Polstermaterial zu verschicken [6]. Verschick große Sammlungen lieber in mehreren Paketen mit Inhaltsliste, oder gib sie persönlich ab.
Nach dem Scan: prüfen, benennen, sichern, teilen
Prüf die Lieferung sofort: Stimmt die Zahl der Dateien mit der Zahl der Dias überein? Sind die Bilder richtig herum? Bei dm stehen die Dateien nur sechs Wochen zum Download bereit [14], lad sie also gleich herunter.
Dann bekommen die Dateien Namen, die ohne Software funktionieren: Datum zuerst, dann ein paar Wörter, etwa 1978-07_ostsee-zelt_magazin04-12.jpg. Kennst du nur das Jahr, beginnt der Name mit 1978_, kennst du nur das Jahrzehnt, mit 197x_. Was Oma und Opa zu den Bildern erzählt haben, kommt in eine Textdatei im selben Ordner.
Sicher sind die Scans erst, wenn sie an mehreren Orten liegen. Wie das mit drei Kopien auf zwei Speicherarten funktioniert, steht in unserem Ratgeber Fotos sichern. Die CD oder der USB-Stick vom Dienstleister ist dabei ein Transportmittel, kein Archiv; wie lange Festplatte, CD und Cloud tatsächlich halten, zeigt unser Report zur Haltbarkeit von Familienfotos.
Und dann: zeigen. Geschwister, Cousinen und Onkel erkennen oft Gesichter, die du nicht zuordnen kannst. Wie ihr Bilder gemeinsam sammelt, ohne dass sie im Gruppenchat untergehen, steht unter Fotos mit der Familie teilen.
Die Originale wirfst du nicht weg. Dunkel, kühl und bei gleichmäßiger Luftfeuchte gelagert [3], sind sie die Kopie, die ohne Strom auskommt. Liegen im selben Schrank auch alte Videokassetten, gilt vieles davon genauso, nur drängt dort die Zeit mehr: Mehr dazu steht im Ratgeber Videokassetten digitalisieren. Und die Papierabzüge aus dem Album nimmst du am besten gleich mit dazu, wie das geht, steht unter Alte Fotos digitalisieren.
Häufige Fragen
Wo kann man Dias digitalisieren lassen?
In Drogeriemärkten wie dm und Rossmann gibst du gerahmte Dias an der Fototheke oder mit einer Auftragstasche in der Filiale ab. Per Post scannen Fotodienste wie CEWE oder DIG:ED, das über MediaMarkt angeboten wird. Spezialisierte Dienstleister wie Mediafix nehmen auch Glasrahmen, ungerahmte Dias und Sonderformate an und haben teils Annahmestellen vor Ort. Vergleiche vor allem die Auflösung: Sie reicht je nach Anbieter von gut 1,5 Megapixeln bis zur Archivqualität.
Wie kann man Dias selbst digitalisieren?
Es gibt drei Wege: einen Diascanner, der das Dia durchleuchtet und abtastet, einen Flachbettscanner mit Durchlichteinheit im Deckel oder eine Kamera mit Makroobjektiv und Diaadapter vor einer gleichmäßigen Lichtquelle. Filmscanner liefern gute Qualität, brauchen aber teils mehrere Minuten pro Dia, die Kamera ist am schnellsten. Achte beim Gerätekauf auf die gemessene, effektive Auflösung statt auf die dpi-Zahl der Werbung, denn die gemessene Auflösung lag in Tests teils weit unter der beworbenen.
Kann man alte Dias noch digitalisieren?
Ja, auch alte Dias lassen sich scannen, solange das Bild erkennbar ist. Entferne Staub vorher vorsichtig mit einem Blasebalg und fass die Dias nur am Rahmen an. Dias in alten Glasrahmen brauchen oft eine Reinigung oder neue Rähmchen, sonst nimmt der Scanner Staub und ringförmige Muster mit auf. Warten lohnt sich nicht: Die Farbstoffe in Farbdias verblassen auch im Dunkeln langsam weiter, besonders bei Wärme und schwankender Luftfeuchte.
Was kostet es, Dias bei dm digitalisieren zu lassen?
Laut dm-Preisliste (Stand: November 2026) kosten 1 bis 10 gerahmte Dias pauschal 5,95 Euro, 11 bis 50 Dias 12,95 Euro, 51 bis 100 Dias 19,95 Euro, 101 bis 150 Dias 29,95 Euro und 151 bis 200 Dias 37,95 Euro. Ab 201 Dias zahlst du 0,20 Euro pro Stück. Du gibst die Dias an der Fototheke ab, holst die Originale nach 7 bis 10 Arbeitstagen ab und lädst die Bilder herunter; der Download bleibt sechs Wochen verfügbar.
Welche Auflösung brauche ich zum Digitalisieren von Dias?
Für ein Familienarchiv sind rund 3.000 ppi ein guter Wert. Die US-Richtlinie FADGI nennt diese Auflösung für Kleinbilddias als Stufe für ein sehr gutes professionelles Bild und 4.000 ppi als derzeit beste Stufe. Aus einem Kleinbilddia werden bei 3.000 ppi rund 12 Megapixel, genug für große Abzüge und Fernseher bis 4K. Entscheidend ist die effektive Auflösung, denn die Angabe auf dem Karton eines Scanners liegt oft deutlich darüber.
Welcher Diascanner ist Testsieger?
Einen aktuellen, unabhängigen Vergleichstest haben wir nicht gefunden. Der letzte große Test von Stiftung Warentest zu Dia- und Flachbettscannern, den wir finden konnten, stammt von 2010; damals digitalisierten manche Flachbettscanner Dias besser als spezielle Diascanner. Hilfreicher als ein Siegel ist die gemessene, effektive Auflösung, wie sie etwa filmscanner.info in seinen Tests veröffentlicht. Für ein Archiv sollte sie bei rund 3.000 ppi liegen.
Kann man gerahmte Dias digitalisieren?
Ja, gerahmte Kleinbilddias im 5 × 5 Zentimeter großen Rähmchen sind der Normalfall, Drogerien und Fotodienste nehmen sie direkt an. Schwieriger sind Glasrahmen: In älteren entstehen leicht Newton-Ringe, ringförmige Muster, die der Scanner mit aufnimmt. Abhilfe schafft das Umrahmen in glaslose Rähmchen. Spezialisierte Dienstleister reinigen Glasrahmen auf Wunsch vor dem Scan und übernehmen auch ungerahmte Dias und Sonderformate.
Quellen
- filmscanner.info: Testbericht Plustek OpticFilm 8200i
- dm Foto: Analoge Fotos digitalisieren & entwickeln
- Canadian Conservation Institute: CCI Notes 16/5 – Care of Colour Photographic Materials (K. B. Hendriks, überarbeitet von J. Iraci, 2007)
- Silva u. a.: Evaluating the stability of colour slides – 30 years of natural ageing at the National Museum of Denmark (Color Culture and Science Journal, 2025)
- Imaging Resource: Kodak to Stop Selling Slide Projectors (mit Pressemitteilung von Kodak, 26.09.2003)
- CEWE: Dias digitalisieren lassen (Scan-Service)
- Mediafix: Preis-Leistungs-Verzeichnis
- Federal Agencies Digital Guidelines Initiative (FADGI): Technical Guidelines for Digitizing Cultural Heritage Materials, 3. Ausgabe (2023)
- filmscanner.info: Testbericht Epson Perfection V600 Photo
- filmscanner.info: Testbericht Reflecta x66-Scan
- Rossmann Fotowelt: Analogen Film entwickeln lassen (FAQ mit Scan-Auflösungen)
- Stiftung Warentest: Bilder digitalisieren – Fotos neu beleben (25.02.2010)
- Nikon USA: Digitizing Film Using the D850 and ES-2 Negative Digitizer
- dm Foto: Das analoge Fotoangebot von dm – alle Preise auf einen Blick (Preisliste, Stand der Liste 07/2026)
- Rossmann Fotowelt: Preisliste für analoge Fotos und Scanservice
- MediaMarkt: Digitalisierungsservice DIG:ED
- Mediafix: Anlieferung und Annahmestellen
- Mediafix: Dias digitalisieren
- filmscanner.info: Glossar N – Newton-Ringe
- Mediafix: Allgemeine Geschäftsbedingungen (Ziffer 8, Haftung)
- DIG:ED: Allgemeine Geschäftsbedingungen (§ 6, Haftung)