Was schenkt man zur Einschulung? Ideen von Eltern, Großeltern, Paten und Gästen
Zur Einschulung füllen meist die Eltern die Schultüte, Großeltern und Paten schenken etwas Größeres oder etwas, das bleibt, und Gäste bringen eine Kleinigkeit für den Schulalltag mit. Hier findest du Ideen nach Schenkenden sortiert, was in die Schultüte passt, kleine und selbst gebastelte Geschenke und Kartentexte zum Anpassen. Dazu zwei Dinge, die Jahre später noch zählen: das Foto vom ersten Schultag und ein Brief, der erst zum Schulabschluss geöffnet wird.
Erst absprechen, dann kaufen
Zur Einschulung wollen viele etwas schenken: die Eltern, beide Großelternpaare, Paten, Tanten, Nachbarn. Ohne Absprache liegen am Abend drei Federmäppchen auf dem Tisch und kein Turnbeutel. Frag die Eltern deshalb früh, was schon gekauft ist und was noch fehlt, und klärt größere Anschaffungen vorher.
Die zweite Frage ist, welche Rolle du für das Kind spielst. Eltern kümmern sich um Schultüte und Ranzen, Großeltern und Paten können größer oder für später schenken, Gäste bringen eine Kleinigkeit mit. Die Übersicht ordnet die gängigen Ideen danach, wem sie liegen.
Geschenke zur Einschulung nach Schenkenden
| Wer schenkt | Typische Geschenke | Kleiner Rahmen | Was bleibt |
|---|---|---|---|
| Eltern | Schultüte, Schulranzen, Federmäppchen | selbst befüllte Schultüte | Foto am ersten Schultag, ein paar Sätze zum Vorlesen |
| Großeltern | Zuschuss zu Ranzen, Schreibtisch oder Fahrradhelm, nach Absprache | Brotdose, Trinkflasche, Wecker | fester Nachmittag in der Woche, Brief über die eigene Einschulung |
| Paten | Buch mit Widmung, Geld fürs Konto des Kindes | Erstlesebuch, Glücksbringer | Brief, der zum Schulabschluss geöffnet wird |
| Ältere Geschwister | selbst gemaltes Bild, Lesezeichen | eine Führung über den Schulhof | Foto der beiden am ersten Schultag |
| Gäste, Freunde, Nachbarn | Kleinigkeit für den Schulalltag | Stifte, Radiergummi, Namensaufkleber | Karte mit einem guten Satz |
Was Eltern zur Einschulung schenken
Die Schultüte und was hineinpasst
Die Schultüte ist ein vergleichsweise junger Brauch, und die frühesten Belege stammen aus Sachsen und Thüringen. Der sächsische Theologe Karl Gottlieb Bretschneider, der bei Zwickau aufwuchs und 1781 oder 1782 eingeschult wurde, erinnerte sich in seiner Autobiografie an eine Zuckertüte vom Schulmeister und daran, wie befremdet er war, dass es an den folgenden Tagen keine mehr gab [1]. Auch Erich Kästner bekam 1906 zu seinem ersten Schultag in Dresden eine Zuckertüte mit Seidenschleife [1].
Wie voll sie sein darf, wird ebenso lange diskutiert. Schon 1910 klagten Autoren der Zeitschrift „Wiener Hausfrau“, die Schultüten nähmen „von Jahr zu Jahr größere Dimensionen“ an [1]. In einer YouGov-Umfrage von 2017 fanden 90 Prozent der befragten Eltern, dass es einige Eltern mit den Geschenken zur Einschulung übertreiben [2]. Am häufigsten kamen damals Süßigkeiten in die Tüte (91 Prozent), danach Schulsachen wie Stifte oder Blöcke (78 Prozent), Spielzeug (53 Prozent), Glücksbringer (47 Prozent) und Kuscheltiere (37 Prozent) [2].
Eine gute Schultüte hat drei Teile: etwas, das in der Schule gebraucht wird, etwas zum Freuen und ein kleines Stück, das bleibt.
- Für die Schule: Bleistifte, Buntstifte, Radiergummi, Spitzer, Namensaufkleber, ein kleiner Wecker. Verschickt die Schule eine Materialliste, halte dich daran.
- Zum Freuen: ein Erstlesebuch, ein kleines Spiel, Straßenkreide, ein Kuscheltier für die erste Woche und etwas Süßes, aber nicht nur Süßes.
- Was bleibt: ein Glücksbringer für die Ranzentasche, ein Familienfoto im Kleinformat, ein Zettel mit ein paar Sätzen von dir.
Füll die Spitze mit Seidenpapier, dann bleibt die Tüte leicht genug für einen ganzen Vormittag im Arm. Und denk an Geschwister: Eine kleine Tüte für sie macht den Tag für alle leichter.
Der Schulranzen: zusammen mit dem Kind aussuchen
Ein Ranzen muss sitzen, deshalb sucht ihn das Kind am besten selbst mit aus. Wenn Großeltern ihn bezahlen möchten, ist Geld mit dem Satz „für den Ranzen, den ihr zusammen aussucht“ oft das bessere Geschenk.
Einen Anhaltspunkt beim Kauf bietet die Norm DIN 58124. Sie verlangt laut DIN-Verbraucherrat zehn Prozent retroreflektierendes und 20 Prozent fluoreszierendes Material, damit Kinder bei Tag, in der Dämmerung und im Scheinwerferlicht besser zu sehen sind, außerdem 40 Millimeter breite Tragegurte und einen verstellbaren Brustgurt [3]. Erkennbar ist das am Hinweis „entspricht DIN 58124“ oder „nach DIN 58124“ [3].
Was bleibt: das Foto vom ersten Schultag und ein Brief für später
Die Schultüte ist am Abend leer, der Ranzen wird irgendwann gegen einen Rucksack getauscht. Was vom ersten Schultag bleibt, ist meistens ein Foto, und das hat Tradition. Schon um 1900 wurde der erste Schultag oft feierlich begangen und mit einem Erinnerungsfoto festgehalten [4]. In der DDR galt laut Deutschem Historischem Museum ein Erinnerungsfoto als unverzichtbar, später manchmal auch ein Amateurfilm [5].
Ein Foto, jedes Jahr am selben Ort
Aus einem Foto wird eine Reihe, wenn du es wiederholst: jedes Jahr am ersten Schultag, an derselben Stelle, in derselben Haltung. Gut eignen sich die Haustür, das Gartentor oder eine Wand im Flur, weil sie sich über die Jahre kaum verändern. Halte die Kamera immer auf derselben Höhe und lass den Ranzen auf dem Rücken. Nach vier Jahren Grundschule siehst du an vier Bildern, wie der Ranzen scheinbar schrumpft.
Schreib zu jedem Bild Datum, Klasse und einen Satz, den dein Kind an diesem Morgen gesagt hat. Solche Sätze gehen im Alltag schnell unter; wie du sie festhältst, steht im Ratgeber zum Kindermund. Wenn du das Foto teilst, dann lieber im Familienchat als öffentlich und ohne Schulname oder Klassenschild im Bild. Mehr dazu steht unter Sharenting.
Ein Brief zur Einschulung, geöffnet zum Schulabschluss
Ein Brief zur Einschulung kann zwei Öffnungstage haben. Ein paar Sätze liest du dem Kind am Abend vor, der Rest bleibt verschlossen bis zum Schulabschluss oder zum 18. Geburtstag. Wie so ein Brief in zwei Teilen aussieht, zeigen die Ratgeber Brief an meine Tochter und Brief an meinen Sohn.
In den verschlossenen Teil gehört, was das Kind später nicht mehr weiß: ob es vor Aufregung frühstücken konnte, wer neben ihm saß, was es werden wollte, wovor es Angst hatte. Großeltern und Paten können etwas erzählen, das niemand sonst kann, nämlich wie ihre eigene Einschulung war. Ein ausgedachtes Beispiel: „Bei meiner Einschulung 1964 war meine Tüte fast so groß wie ich, und unten drin lagen Äpfel. Ich war trotzdem stolz.“ Wie man solche Geschichten aus Oma und Opa herauslockt, steht unter Oma, erzähl mal.
Steck den Brief in einen Umschlag mit Namen und Öffnungsdatum, sag einer zweiten Person, wo er liegt, und fotografiere die Seiten. Aufbau und Aufbewahrung über viele Jahre erklärt der Ratgeber zum Brief zum 18. Geburtstag. Will dein Kind selbst etwas für später einpacken, ist eine kleine Zeitkapsel zur Einschulung das passende Gegenstück.
Foto, Brief, die Sprachnachricht vom Opa, der nicht kommen konnte: Kommt so etwas über die Jahre von mehreren Menschen zusammen, braucht es einen gemeinsamen Ort. Das kann eine Kiste im Schrank sein oder eine digitale Zeitkapsel. Die Familienkapsel, die wir gerade planen, ist so eine digitale Variante; noch ist sie nicht verfügbar. Darin kann der erste Schultag einen eigenen Ordner bekommen, in den jedes Jahr das neue Foto vom selben Ort wandert, und der Brief bleibt bis zu einem Öffnungstag versiegelt, den ihr frei wählt.
Was Großeltern zur Einschulung schenken
Großeltern gehören zum ersten Schultag schon lange dazu. In der DDR nahmen neben den Eltern oft auch die Großeltern teil, und wo es möglich war, gab es eine Kaffeetafel [5]. Ein Geschenk von Oma und Opa darf größer ausfallen, wenn es abgesprochen ist: ein Zuschuss zum Ranzen, ein Schreibtisch, ein Fahrradhelm. Frag vorher, was die Eltern schon geplant haben.
Was Großeltern außerdem schenken können, ist Zeit. Die ADAC Stiftung rät, den Schulweg gemeinsam zu planen und am besten schon vor Schulstart zu üben, und erinnert daran, dass der kürzeste Weg nicht immer der sicherste ist [6]. Das ist eine gute Aufgabe für die letzten Ferienwochen: Opa geht den Weg ein paar Mal mit und zeigt, wo Ampel und Zebrastreifen sind. Auch ein fester Abholtag mit Mittagessen bei Oma hilft den Eltern und gibt dem Kind jemanden, dem es jede Woche vom Schultag erzählt.
Was Paten zur Einschulung schenken
Paten schenken über viele Jahre: zur Taufe, zu Geburtstagen, zur Einschulung und später vielleicht zur Kommunion oder Konfirmation. Zur Einschulung passt etwas, das mitwächst. Ein Buch mit Widmung wird jetzt vorgelesen und in ein, zwei Jahren selbst gelesen, und die Widmung mit Datum bleibt, wenn das Buch längst im Regal steht.
Geld für das Konto des Kindes passt ebenso wie ein Brief, den das Patenkind erst zum Schulabschluss öffnet. Wie sich die Geschenke über die Jahre zu etwas Größerem verbinden lassen, steht im Ratgeber zum Taufgeschenk fürs Patenkind.
Wann und wo man zur Einschulung schenkt
Die Schultüte gehört in den Arm, wenn es zur Schule geht. Geschenke von Gästen packt das Kind besser danach in Ruhe aus, beim Essen oder Kaffee mit der Familie, denn vor der Schule hat es schon genug zu tragen und zu verarbeiten.
In den östlichen Bundesländern feiern viele Kindergärten zum Ende der Kita-Zeit ein Zuckertütenfest: Die Kinder hören von einem Zuckertütenbaum, an dem kleine Tüten wachsen, und bekommen sie überreicht, wenn die „Früchte“ reif sind [1]. Wer dort mitschenkt, füllt die kleine Kita-Tüte und die große Tüte zum Schulstart am besten unterschiedlich, damit nicht zweimal dasselbe drin ist.
Ein Geschenk nach ein paar Wochen ist nicht zu spät. Wenn die erste Aufregung vorbei ist und der Schulalltag beginnt, freut sich ein Kind über eine Karte im Briefkasten, die an es selbst adressiert ist.
Kleine Geschenke zur Einschulung für Gäste und Freunde
Wer zur Feier eingeladen ist, bringt eine Kleinigkeit mit. Am besten sind Dinge, die im ersten Schuljahr wirklich benutzt werden:
- ein Erstlesebuch mit großer Schrift
- gute Buntstifte oder ein Malkasten
- Namensaufkleber oder ein Stempel mit dem Namen des Kindes
- ein kleiner Wecker für den ersten eigenen Morgen
- ein Gutschein für ein Eis nach der ersten Schulwoche
- Brotdose oder Trinkflasche, aber nur nach Absprache, davon gibt es schnell zu viele
Für Geldgeschenke zur Einschulung haben wir keine Umfrage gefunden. Ein Ratgeber der Stuttgarter Zeitung nennt als Richtwert 20 bis 50 Euro für Verwandte und Freunde der Familie und schreibt, Großeltern seien oft großzügiger; eine Erhebung steht nicht dahinter [7]. Für die Schultüte selbst hielt in der YouGov-Umfrage von 2017 die größte Gruppe, 40 Prozent, höchstens 21 bis 40 Euro für angemessen [2]. Wenn du Geld schenkst, schreib dazu, wofür es gedacht ist: fürs Konto, für ein Buch oder für den ersten Ausflug als Schulkind.
Geschenk zur Einschulung für Mädchen und Jungen
Ob Junge oder Mädchen: Das beste Geschenk passt zu dem, was dieses Kind gerade gern macht. Frag die Eltern nach dem aktuellen Lieblingsthema, denn das wechselt in diesem Alter schnell. Ein paar Richtungen:
- Malt gern: Malkasten, Skizzenbuch, ein Satz guter Buntstifte
- Baut gern: Murmelbahn, Bausatz, ein kleines Werkzeugset für Kinder
- Ist gern draußen: Becherlupe, Fahrradhelm, ein Kinderfernglas
- Hört gern zu: Erstlesebuch zum Vorlesen, Hörbuch, ein gemeinsamer Gang zur Bücherei
- Mag Tiere: ein Tierlexikon für Kinder, ein Zoobesuch mit Oma und Opa
- Spielt gern: ein Würfelspiel zum Rechnen, ein Kartenspiel
Personalisierte Geschenke wie eine Brotdose, eine Trinkflasche oder ein Federmäppchen mit Namen sind praktisch, weil in einer Klasse viele ähnliche Dinge herumliegen. Manche Eltern möchten den Namen aber nicht gut lesbar außen am Ranzen haben, frag deshalb vorher. Ein Namensstempel oder kleine Aufkleber für Stifte sind die unauffällige Variante.
Geschenke zur Einschulung basteln
In der YouGov-Umfrage gaben 29 Prozent an, die Schultüte selbst zu basteln [2]. Wer mit dem Kind zusammen bastelt, schenkt zweimal: das Ding und den Nachmittag. Ideen, die ohne viel Material gehen:
- eine Schultüte aus Fotokarton, beklebt mit einem Bild, das das Kind selbst gemalt hat
- ein Heft „Mein Schulweg“ mit Fotos der Strecke: Haustür, Ampel, Bäckerei, Schultor
- ein Lesezeichen mit einem Familienfoto, in Folie eingeschlagen
- ein Stundenplan zum Ausfüllen, für die erste Zeit mit Bildern statt Wörtern
- ein bemalter Stein als Glücksbringer für die Ranzentasche
- ein Gutscheinheft: „Einmal Hausaufgaben im Garten“, „Einmal Eis nach der Schule mit Opa“
Das Schulweg-Heft passt gut zum Üben mit den Großeltern. Ein paar Jahre später zeigt es außerdem, wie der Weg aussah, bevor die Bäckerei zugemacht hat.
Was schreibt man zur Einschulung auf die Karte?
Eine Karte zur Einschulung hat zwei Leser: das Kind, das sie heute noch nicht selbst lesen kann, und das ältere Kind, das sie Jahre später in einer Kiste wiederfindet. Schreib deshalb kurz, in großen Druckbuchstaben und mit dem Namen des Kindes. Den „Ernst des Lebens“ lässt du weg. Schon für die Zeit um 1900 beschreibt das Deutsche Historische Museum den ersten Schultag als dessen Beginn [4], und Mut macht der Satz einem Schulanfänger bis heute nicht.
Gute Wünsche zur Einschulung sind konkret: eine Freundin in der Klasse, eine Lehrerin, die zuhört, viele Fragen, lange Pausen. Noch besser ist ein Angebot, auf das sich das Kind freuen kann. Ein paar Beispiele zum Anpassen:
„Liebe Lotta, ab heute lernst du jeden Tag etwas Neues. Wir wünschen dir eine gute Freundin in der Klasse und ganz viele Fragen. Oma Ruth und Opa Klaus“
„Lieber Ben, das ist dein erster Stift für die ersten Buchstaben. Schreib mir bald eine Karte zurück, ich warte darauf. Deine Patentante Nele“
„Alles Gute zum Schulanfang, Emil! Mittwochs holt Opa dich ab, und dann erzählst du ihm, was du gelernt hast.“
„Herzlichen Glückwunsch zur Einschulung, Mia. Viel Spaß beim Lesen, Rechnen und in der großen Pause. Familie Kaya von nebenan“
„Lieber Jonas, dieser Umschlag ist für später. Mach ihn auf, wenn du mit der Schule fertig bist. Bis dahin: Frag viel.“
Klein anfangen, eine Sache richtig machen
Ein gutes Geschenk zur Einschulung muss nicht groß sein. Die Süßigkeiten sind nach einer Woche gegessen, die Stifte nach einem Jahr kurz. Wenn du nur eines tust: Mach das Foto vor der Haustür und nimm dir vor, es nächstes Jahr am selben Ort zu wiederholen. Oder schreib den Brief, den dein Kind erst öffnet, wenn es mit der Schule fertig ist.
Häufige Fragen
Was schenkt man zur Einschulung?
Die Eltern füllen meist die Schultüte und kaufen mit dem Kind den Ranzen. Großeltern können nach Absprache größer schenken, etwa einen Zuschuss zu Ranzen, Schreibtisch oder Fahrradhelm, oder Zeit, zum Beispiel einen festen Abholtag. Paten passt ein Buch mit Widmung oder ein Brief für später. Gäste bringen eine Kleinigkeit für den Schulalltag mit: Stifte, ein Erstlesebuch, Namensaufkleber. Sprecht euch ab, damit nichts doppelt kommt.
Was schenkt man zur Einschulung einem Jungen?
Schenk nach dem, was dieser Junge gerade gern macht, nicht nach einer Jungen-Abteilung. Wer gern baut, freut sich über eine Murmelbahn oder einen Bausatz, wer gern draußen ist, über eine Becherlupe oder einen Fahrradhelm, wer gern zuhört, über ein Erstlesebuch zum Vorlesen. Personalisiert und praktisch sind eine Brotdose, eine Trinkflasche oder ein Stempel mit seinem Namen. Frag die Eltern nach dem aktuellen Lieblingsthema.
Was schenkt man zur Einschulung einem Mädchen?
Auch hier gilt: Die Interessen des Kindes zählen mehr als die Farbe. Malt sie gern, passen ein Malkasten und ein Skizzenbuch, mag sie Tiere, ein Tierlexikon für Kinder oder ein Zoobesuch mit Oma und Opa, spielt sie gern, ein Würfelspiel zum Rechnen. Ein Federmäppchen oder eine Trinkflasche mit Namen ist praktisch, weil in einer Klasse vieles gleich aussieht. Ein Buch mit Widmung bleibt am längsten.
Was kann man zur Einschulung schenken, wenn es nur eine Kleinigkeit sein soll?
Gut sind kleine Dinge, die im ersten Schuljahr wirklich benutzt werden: ein Erstlesebuch mit großer Schrift, gute Buntstifte, Namensaufkleber für Stifte und Hefte, ein kleiner Wecker für den ersten eigenen Morgen oder ein Gutschein für ein Eis nach der ersten Schulwoche. Dazu eine Karte mit einem konkreten Wunsch. Brotdose und Trinkflasche nur nach Absprache, davon gibt es schnell zu viele.
Was schreibt man zur Einschulung?
Schreib kurz, in großen Druckbuchstaben und mit dem Namen des Kindes, denn bald liest es die Karte selbst. Gut ist ein konkreter Wunsch oder ein Angebot, etwa: „Lieber Emil, mittwochs holt Opa dich ab, und dann erzählst du ihm, was du gelernt hast.“ Lass Sätze über den Ernst des Lebens und über gute Noten weg. Sie machen einem Schulanfänger eher Druck als Mut.
Was wünscht man zur Einschulung?
Wünsch etwas, das sich ein Sechsjähriger vorstellen kann: eine gute Freundin oder einen guten Freund in der Klasse, eine Lehrerin, die zuhört, viel Neugier, lange Pausen und Spaß am Lesen. Solche Wünsche sind konkreter als „viel Erfolg“ und setzen kein Ziel, an dem das Kind gemessen wird. Wer mag, fügt einen Wunsch für später hinzu, etwa für den Tag, an dem es diese Karte selbst liest.
Wie viel Geld schenkt man zur Einschulung?
Eine Umfrage zu Geldgeschenken zur Einschulung haben wir nicht gefunden. Ein Ratgeber der Stuttgarter Zeitung nennt als Richtwert 20 bis 50 Euro für Verwandte und Freunde der Familie und schreibt, Großeltern seien oft großzügiger; eine Erhebung steht nicht dahinter. Geld ist kein Muss. Wenn du Geld schenkst, schreib dazu, wofür es gedacht ist, etwa für das Konto des Kindes oder für ein Buch, das es sich selbst aussucht.
Quellen
- wissen.de: Begleiter aller Erstklässler – Die Geschichte der Schultüte (22.08.2025)
- YouGov: Wie die perfekte Schultüte aussieht, Umfrage mit Statista unter 1.032 Personen ab 18 Jahren, 11.–15.08.2017
- DIN-Verbraucherrat: DIN-Norm hilft beim Schulranzenkauf, Presseinformation vom 05.04.2022 (PDF)
- Deutsches Historisches Museum: Lebensstationen in Deutschland 1900 bis 1993 – Deutschland um 1900, Einschulung
- Deutsches Historisches Museum: Lebensstationen in Deutschland 1900 bis 1993 – DDR, Einschulung
- ADAC Stiftung: „Sicher zu Fuß zur Schule“, Kernbotschaften der Schulstartkampagne 2025 (PDF)
- Stuttgarter Zeitung: Was kann man zur Einschulung schenken? Ideen & Inspirationen (22.08.2024)