Was schenkt man zur Kommunion? Ideen für ein Kind um die neun, nach Schenkenden sortiert
Zur Erstkommunion schenkt man einem Kind um die neun etwas mit Bezug zum Fest, etwa ein Gotteslob, ein Kreuz oder eine Kinderbibel, dazu Geld oder etwas fürs Hobby, und aus der engsten Familie etwas, das in zehn Jahren noch zählt: die Fotos vom Tag und einen Brief. Hier findest du Ideen nach Paten, Großeltern, Eltern und Gästen sortiert, die Richtwerte für Geld mit Quellen und Kartentexte zum Anpassen.
Für wen du schenkst: ein Kind in der dritten Klasse
Kirchenrechtlich kann ein Kind ab dem siebten Lebensjahr zur Erstkommunion gehen, in den deutschen Bistümern werden die Kinder aber im Allgemeinen um das dritte Schuljahr herum zur Vorbereitung eingeladen [1]. Meist schreibt die Pfarrgemeinde sie im Herbst der dritten Klasse an [2]. Gefeiert wird traditionell am Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern, inzwischen auch in den Wochen danach [1].
Du schenkst also einem Kind von acht oder neun Jahren, das schon selbst liest und genau weiß, was es sich wünscht. Eingeladen sind in der Regel die Großeltern und Paten, die Geschwister der Eltern und deren Kinder [2]. Ein kleiner Kreis, in dem sich Geschenke leicht doppeln, wenn niemand vorher fragt.
Kommuniongeschenke im Überblick
| Idee | Passt besonders zu | Was es leistet |
|---|---|---|
| Gotteslob mit Hülle und Widmung | Paten, Großeltern | Begleiter im Gottesdienst |
| Kreuz fürs Zimmer oder als Anhänger | Paten, Großeltern | Erinnerung |
| Rosenkranz | Paten, Großeltern | Gebet, Erinnerung |
| Kinderbibel zum Selberlesen | Tanten, Onkel, Paten | Lesen |
| Kommunionkerze | nur nach Absprache mit den Eltern | Gottesdienst |
| Kette oder Armband mit Gravur | Paten, Großeltern | hält Jahre |
| Geld mit Zweck | alle, je nach Nähe | Wunsch erfüllen, sparen |
| Fahrrad oder Hobby-Ausrüstung | Eltern, Großeltern nach Absprache | Alltag |
| Buch mit Widmung | Gäste, Freunde der Familie | Lesen |
| Ausflug mit Datum | Paten, Großeltern | gemeinsame Zeit |
| Fotos und Videos vom Fest, gesammelt | alle Gäste | Erinnerung |
| Brief, bis zum 18. verschlossen | Großeltern, Paten | Erinnerung |
Klassiker mit religiösem Bezug
Gotteslob
Zur Erstkommunion ist das Gotteslob, das katholische Gesangbuch, das typische Geschenk [3]. Früher war es weiß mit Goldschnitt, heute gibt es Taschenausgaben und Hüllen in vielen Farben und Materialien [3]. Schreib Name, Datum und einen Satz von dir auf die erste Seite. Und frag vorher, ob schon jemand anderes eines schenkt.
Kommunionkerze
Kommunionkerzen werden oft in der Kindergruppe selbst gestaltet [2]. Manche Gemeinden lassen die Kinder für das Taufgedächtnis im Gottesdienst auch ihre Taufkerze mitbringen statt einer neuen Kerze, so etwa eine Pfarrei im Bistum Mainz [4]. Kauf deshalb keine Kommunionkerze, ohne die Eltern zu fragen.
Kreuz, Rosenkranz, Kinderbibel
Kerzen, Kreuze als Anhänger, Kinderbibeln und Bücher mit religiösem Hintergrund nennt die Stuttgarter Zeitung als passende Geschenke, die Gelben Seiten zusätzlich den Rosenkranz [5] [6]. Der Rosenkranz ist eine Gebetskette; für ein Kind passt eine schlichte, robuste Ausführung und jemand, der zeigt, wie man damit betet. Die Stuttgarter Zeitung rät auch, vorher mit den Eltern zu sprechen, damit das Kind nicht unzählige Kreuze oder Kinderbibeln bekommt [5]. Bei der Kinderbibel lohnt eine Ausgabe zum Selberlesen, denn aus der Bilderbibel von der Taufe ist ein Drittklässler herausgewachsen.
Was in zehn Jahren noch zählt
Das Gotteslob steht dann im Regal, das Geld ist ausgegeben. katholisch.de schreibt, es sei schön, wenn sich Kinder und Eltern nach der Erstkommunion gemeinsam an den Tag erinnern können, und dabei helfen Fotos, Filme und persönliche Geschenke [1]. Genau da liegt ein Geschenk, an das selten jemand denkt.
Fotos und Videos vom Fest
In der Kirche ist das Fotografieren meist geregelt: Üblicherweise engagiert die Gemeinde einen Fotografen, damit alle anderen ihre Kameras weglassen können [7]. Frag die Eltern, wie man diese Bilder bekommt. Alles andere entsteht auf der Feier, auf zehn Handys verteilt, und eine Woche später weiß niemand mehr, wer das Foto mit Uroma hat.
Dein Geschenk kann deshalb sein, alles einzusammeln. Bitte alle Gäste um ihre Fotos und Videos, nimm kurze Grüße auf („Was wünschst du Emma?“) und mach daraus ein kleines Album oder einen Ordner. Wie das mit der ganzen Familie klappt, steht unter Fotos mit der Familie teilen.
Ein Brief der Großeltern
Viele Großeltern erleben ihr Enkelkind im Alltag. Laut Deutschem Zentrum für Altersfragen waren 38,3 Prozent der Großeltern mit Enkeln bis 13 Jahre an deren Betreuung beteiligt, im Schnitt 10,7 Stunden pro Woche [8]. Schreib auf, was du dabei siehst: was dein Enkelkind gerade liebt, welche Frage es neulich am Tisch gestellt hat, was du ihm wünschst. Verschließ den Brief bis zum 18. Geburtstag; wie man ihn aufbaut, steht im Ratgeber zum Brief zum 18. Geburtstag.
Die Familienkapsel, die wir gerade planen, verbindet beides; noch ist sie nicht verfügbar. Nach dem Fest legen Eltern, Großeltern und Paten die eingesammelten Fotos und Videos hinein, und bei jedem steht, wer es hochgeladen hat. Den Brief der Großeltern versiegelt ihr bis zum Öffnungstag, etwa dem 18. Geburtstag, die Fotos kann die Familie vorher schon anschauen. Frag bei jeder digitalen Lösung, auch bei unserer, wie lange gespeichert wird, in welchem Format und wie du alles wieder herausbekommst.
Was Paten, Großeltern, Eltern und Gäste schenken
Paten
Taufpaten dürfen ihr Patenkind von der Taufe über die Erstkommunion bis zur Firmung begleiten, und darüber hinaus, schreibt das Bistum Mainz [9]. Anders als bei der evangelischen Konfirmation endet hier nichts, die Erstkommunion ist eine Station. Ein Patengeschenk darf deshalb an die Taufe anknüpfen: das Gotteslob mit einer Widmung, die an den Tauftag erinnert, oder ein Ausflug, der von nun an jedes Jahr stattfindet.
Wer schon zur Taufe oder zur Einschulung einen Brief geschrieben hat, schreibt jetzt den nächsten. Mehr zur Paten-Rolle steht im Ratgeber zum Taufgeschenk fürs Patenkind.
Großeltern: ein Kommuniongeschenk fürs Enkelkind
Großeltern dürfen größer schenken, wenn es abgesprochen ist, etwa einen Zuschuss zum Fahrrad. Was nur sie geben können: ein Foto von ihrer eigenen Erstkommunion und die Geschichte dazu, wie gefeiert wurde und was es damals gab. Dazu der Brief von oben. Wie man solche Erinnerungen festhält, steht unter Oma, erzähl mal.
Eltern
Eltern können das Größere übernehmen, etwa das Fahrrad, und richten ohnehin das Fest aus. Sie koordinieren auch die Wünsche. Eine kurze Liste, die man Paten und Großeltern auf Nachfrage schickt, verhindert doppelte Geschenke. Und auch Eltern können zu diesem Tag einen Brief schreiben, Anregungen stehen unter Brief an meine Tochter und Brief an meinen Sohn.
Gäste, Nachbarn, Freunde der Familie
Ein Buch mit Widmung, eine Karte mit kleinem Betrag oder ein Gutschein fürs Eiscafé reichen völlig. Kinder in dem Alter freuen sich über Dinge, die sie gleich benutzen können.
Was zu einem Kind um die neun passt
Junge oder Mädchen?
Entscheidend ist, was das Kind mag. Ein Fernglas für die Vogelbeobachterin, Fußballschuhe für den, der jeden Nachmittag kickt, eine Buchreihe für alle, die nachts mit Taschenlampe lesen. Ein Ausflug in den Zoo, ins Museum oder in den Kletterpark mit dir hat den Vorteil, dass er nicht doppelt kommt. Und er wird ein Foto mehr für das Album.
Schmuck für Mädchen und Jungen
Eine feine Kette mit kleinem Kreuz oder Anhänger, ein Armband, eine Uhr: Schmuck zur Kommunion passt zu Mädchen wie Jungen. Wähl ein schlichtes Stück, das auch mit 14 noch gefällt, und lass Datum oder Initialen eingravieren. Leg einen Zettel dazu, von wem es ist.
Smartphone zur Kommunion?
Viele Kinder wünschen sich in dem Alter ein eigenes Handy. SCHAU HIN!, eine Initiative für Medienerziehung, hält ein erstes Handy etwa zwischen elf und zwölf Jahren für sinnvoll, häufig mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule [10]. Ob ein Kind mit neun eines bekommt, entscheiden die Eltern, nicht die Gäste. Schenk es nie als Überraschung.
Wie viel Geld schenkt man zur Kommunion?
Eine Umfrage dazu, wie viel Geld tatsächlich geschenkt wird, haben wir nicht gefunden. Was es gibt, sind Ratgeber-Richtwerte, und die liegen deutlich auseinander:
| Wer schenkt | Stuttgarter Zeitung (April 2026) | Gelbe Seiten (Dezember 2022) |
|---|---|---|
| Eltern, Patenonkel, Patentante | 50–100 € | 100–250 € |
| Großeltern, Tanten, Onkel | 20–50 € | bis 50 €, selten bis 100 € |
| Freunde | 10–20 € | keine Angabe |
| Nachbarn, Bekannte, entfernte Verwandte | 5–10 € | 10–20 € |
Quellen: [5] [6]. Beides sind Empfehlungen, keine Erhebungen. Die Stuttgarter Zeitung betont, dass man nur schenken muss, was möglich ist, und dass Eltern auf der Einladung nicht selten vermerken, ob sie keine oder nur Geldgeschenke wünschen [5].
Gespart wird übrigens mehr, als man denkt. In einer forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt von 2015 unter Eltern, deren Kinder Kommunion, Konfirmation oder Jugendweihe hatten, wurde das Geld in 88 Prozent der Fälle zunächst gespart [11]. Für ein Kind mit neun wird Geld greifbarer mit einem Zweck, den es versteht: „für dein Fahrrad“ oder „für den Ausflug, den du dir wünschst“.
Was schreibt man zur Kommunion in die Karte?
Schreib so, dass ein Kind in der dritten Klasse es selbst lesen kann: Name, Glückwunsch, eine Beobachtung vom Tag, ein Wunsch. Unterschreib so, wie das Kind dich nennt. Ein paar Beispiele zum Anpassen:
„Liebe Emma, herzlichen Glückwunsch zu deiner Erstkommunion! Wir haben gesehen, wie aufmerksam du heute in der Kirche warst, und waren sehr stolz auf dich. Deine Oma Gisela und dein Opa Klaus“
„Lieber Ben, alles Gute zur Erstkommunion. Gott begleite dich in der Schule, beim Fußball und überall sonst. Dein Patenonkel Tobias“
„Für Noah zur Erstkommunion: Das Geld ist für dein neues Fahrrad. Die erste Tour machen wir zusammen, an einem Samstag deiner Wahl.“
„Liebe Ida, Jesus sagt: ‚Ich bin das Brot des Lebens.‘ (Johannes 6,35) Heute hast du dieses Brot zum ersten Mal empfangen. Wir freuen uns mit dir.“
Nach dem Gottesdienst reicht ein „Herzlichen Glückwunsch zur Erstkommunion“. Was man wünscht, darf einfach sein: dass das Kind sich in seiner Gemeinde zu Hause fühlt, Freunde hat, die zu ihm halten, und Mut für das, was kommt.
Was am Ende zählt
Das Kreuz hängt mit 18 vielleicht noch im Zimmer, das Gotteslob steht im Regal. Was aber wirklich erzählt, wie dieser Tag war, sind die Fotos von allen Gästen an einem Ort und der Brief, den Oma und Opa geschrieben haben, als ihr Enkelkind neun war. Schenk etwas für jetzt, und sorg dafür, dass von dem Tag etwas übrig bleibt.
Häufige Fragen
Was schenkt man zur Kommunion?
Klassisch ist etwas mit religiösem Bezug: ein Gotteslob mit Widmung, ein Kreuz fürs Zimmer oder als Anhänger, ein Rosenkranz oder eine Kinderbibel. Dazu kommen Geld, etwas fürs Hobby, ein Buch oder ein Ausflug mit festem Datum. Eine Kommunionkerze kaufst du nur nach Absprache, weil sie oft in der Gruppe gestaltet wird. Frag die Eltern, damit nicht drei Kreuze auf dem Tisch liegen.
Was schenkt man zur Kommunion einem Mädchen oder einem Jungen?
Entscheidend ist, was das Kind mag, nicht das Geschlecht. Eine Kette mit kleinem Kreuz, ein Armband oder eine Uhr mit Gravur passen zu Mädchen wie Jungen, ebenso Bücher zum Selberlesen, Ausrüstung fürs Hobby oder ein Ausflug mit dir. Bei Schmuck lohnt ein schlichtes Stück, das auch mit 14 noch gefällt. Frag die Eltern nach Wünschen.
Wie viel Geld schenkt man zur Kommunion?
Es gibt nur Ratgeber-Richtwerte, keine Umfrage zu Beträgen. Die Stuttgarter Zeitung nennt für Eltern und Paten 50 bis 100 Euro, für Großeltern, Tanten und Onkel 20 bis 50, für Freunde 10 bis 20 und für Nachbarn 5 bis 10 Euro. Die Gelben Seiten liegen für Eltern und Paten mit 100 bis 250 Euro deutlich höher. Entscheidend sind Nähe und eigenes Budget.
Was schreibt man zur Kommunion in die Karte?
Schreib so, dass ein Kind in der dritten Klasse es selbst lesen kann: Name, Glückwunsch zur Erstkommunion, eine Beobachtung vom Tag und ein Wunsch. Unterschreib so, wie das Kind dich nennt, etwa „Deine Oma Gisela“. Wer mag, nimmt einen Bibelvers auf, zum Beispiel „Ich bin das Brot des Lebens“ aus Johannes 6,35. Zwei, drei Sätze genügen.
Was wünscht man zur Kommunion?
Nach dem Gottesdienst sagt man „Herzlichen Glückwunsch zur Erstkommunion“, in gläubigen Familien gern mit „Gottes Segen“. Auf der Karte wünscht man etwas, das ein Kind versteht: dass es sich in seiner Gemeinde zu Hause fühlt, Freunde, die zu ihm halten, Mut für das, was kommt. Konkrete Wünsche wirken mehr als ein langer Spruch, den das Kind nicht versteht.
Was schenken Großeltern zur Kommunion?
Großeltern schenken oft Geld oder etwas Größeres wie einen Zuschuss zum Fahrrad, am besten nach Absprache mit den Eltern. Was nur sie geben können: ein Foto von ihrer eigenen Erstkommunion, die Geschichte dazu und einen Brief ans Enkelkind, der beschreibt, wie es mit neun war, und bis zum 18. Geburtstag verschlossen bleibt.
In welchem Alter ist die Erstkommunion?
Kirchenrechtlich ist ein Kind ab dem siebten Lebensjahr gemeint, das den Unterschied zwischen einfachem Brot und den gewandelten Gaben verstehen kann. In den deutschen Bistümern werden die Kinder laut katholisch.de im Allgemeinen um das dritte Schuljahr herum zur Vorbereitung eingeladen, also mit etwa acht oder neun Jahren. Gefeiert wird meist am Weißen Sonntag oder in den Wochen danach.
Quellen
- katholisch.de: Erstkommunion – Die Bedeutung und Tipps (01.08.2015)
- katholisch.de (Margret Nußbaum): Checkliste Erstkommunion (01.08.2015)
- katholisch.de (Gabriele Höfling): Gotteslob zur Kommunion – Goldrand bekommt Konkurrenz (07.04.2018)
- Pfarrei Am Vogelsberg (Bistum Mainz): Newsletter Erstkommunionkurs 2025/2026, März 2026 (PDF)
- Stuttgarter Zeitung (Matthias Kemter): Wie viel Geld schenkt man zur Kommunion? (23.04.2026)
- Gelbe Seiten: Was und wie viel schenkt man zu Taufe, Hochzeit und Co? (08.12.2022)
- katholisch.de (Agathe Lukassek): Der Eltern-Knigge für den Erstkommunion-Gottesdienst (27.04.2019)
- Deutsches Zentrum für Altersfragen: Großelternschaft und Urgroßelternschaft in Deutschland – Befunde des Deutschen Alterssurveys 2023, Fact Sheet (02.07.2026, PDF)
- Bistum Mainz: Patin sein. Pate sein. Informationen rund um das Taufpatenamt (Flyer, PDF)
- SCHAU HIN!: Kinder und Smartphones – Ab welchem Alter ist mein Kind reif für ein Handy? (03.09.2026)
- CosmosDirekt via presseportal.de: forsa-Umfrage zu Geldgeschenken bei Kommunion, Konfirmation und Jugendweihe, 768 Eltern (31.03.2015)